Eine wunderbar erholsame und ruhige Nacht lag hinter L und mir. Diesmal schlief ich am Abend zuvor zeitiger ein und bekam somit genug Schlaf ab.
Auch heute Morgen zog sich L ohne ständiges Bitten meinerseits an und machte sich fertig für ihren Schultag. So konnten wir pünktlich und ohne Streitereien die Wohnung verlassen. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Nachdem ich L und ihren Kindersitz in die Schule gebracht hatte, fuhr ich ins Büro nach Erfurt.
Während der Fahrten auf angenehm gefüllten bis halb leeren Autobahnen hörte ich je ein Hörspiel von „Die drei ???“ und anschließend Musik. Das war quasi meine dreistündige Auszeit des Tages bzw. Zeit für mich. Das mag ich mittlerweile sehr.
Vor dem heutigen Arbeitstag graute es mir ein wenig, denn um 13 Uhr mussten mein Kollege/Freund M und ich erstmals ein sehr unangenehmes Gespräch mit einem Mitarbeiter führen.
Aus Arbeitgebersicht hatten wir definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Der Mitarbeiter und das Unternehmen werden den Arbeitsvertrag aufheben und künftig getrennte Wege gehen.
Aus kollegialer und freundschaftlicher Sicht brach mir beim Anblick meines traurigen Kollegen, der den Tränen sehr nahe war, das Herz. Er tut mir unendlich leid, gerade weil ich weiß, dass wir ihm heute den vermutlich letzten stabilen Anker in seinem Leben weggerissen haben. Ich fürchte, bei ihm liegt nun jeder Bereich seines Lebens in Trümmern.
Ich wünsche mir sehr, dass wir solche Gespräche so schnell nicht wieder führen müssen.
Was heute schön war:
Gartentreff.
S, die Mama von Ls Schulfreundin L, war heute Nachmittag so lieb und holte L mit von der Schule ab. Die drei fuhren in den Garten, den S seit einem Monat hat.
Nach meinem Arbeitstag fuhr ich ebenfalls in den wunderschönen, liebevoll gestalteten Garten. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir blieben bis abends halb neun dort, aßen gemeinsam Abendbrot, quatschen und lachten. Die beiden Mädchen spielten ganz wundervoll zusammen. Es war ein sehr schöner (Sommer)Abend.



