Meine erste Nacht auf der neuen Schlafcouch im Gästezimmer meiner Eltern war okay. Ich habe viel geträumt, bin aber durch Geräusche von außen wie Unterhaltungen der Nachbarn oder Vogelgezwitscher immer mal wieder kurz aufgewacht. L hingegen ratzte elf Stunden durch.
Gegen halb acht waren wir beide heute Morgen wach. Ich nutzte das Herumliegen im Bett zum Weiterlesen in meinem neuen Buch, das eine Mischung aus Fantasy und Crime zu sein scheint.
Bevor wir mit einem reichlich gefüllten Frühstückstisch verwöhnt wurden, duschte ich ausgiebig und machte mich ausgehbereit für den Tag. Neben einer Tasse Schokocappuccino gab es ein Croissant und Frischkäse. Mmh lecker.
L nutzte die Zeit nach dem Essen, um zu malen und zu schreiben. Mir fiel schon vor einiger Zeit auf, dass ihr beides mittlerweile große Freude bereitet.
Am Vormittag machten sich meine Eltern mit uns auf den Weg zum Waldhaus. Das war auch in meiner Kindheit immer ein sehr beliebtes Ausflugsziel von uns gewesen.
Wir liefen in die Innenstadt, stiegen dort in den Bus ein und fuhren die Hälfte der Strecke bis zum Waldhaus. Den restlichen Weg liefen wir durch den Wald.
Leider war L von jetzt auf gleich schlecht gelaunt und redete nicht mehr mit uns. Sie hielt diesen Zustand sehr lange durch. Irgendwann fand sie aus ihrer Krise heraus und war wieder ansprechbar. Sie wusste selbst nicht mehr, warum sie so schlecht drauf war. Verstehe einer die Kinder.
L und ich teilten uns mittags im Waldhaus, einem italienischen Restaurant, eine Pizza Margherita. Ich trank zudem zwei kleine Himbeerbrausen.






Wir ließen L noch eine Weile auf dem dazugehörigen Spielplatz spielen, ehe wir durch den Wald zurück in die Stadt und zur Wohnung meiner Eltern liefen.
Wieder zu Hause angekommen, las ich in meinem Buch weiter und hielt eine halbe Stunde Mittagsschlaf. L durfte ein bisschen fernsehen.
Wir teilten uns am Nachmittag zu viert einen Eiskuchen. (Spätestens nach dem Eis war mir klar, dass ich heutige viel zu viel gefuttert hatte.)
L und ich gingen zum neuen, in der Nähe der Wohnung meiner Eltern befindlichen Spielplatz. Ich sonnte mich und las im Buch weiter. L probierte allerhand akrobatische Kunststücke aus. Ich fände es gut, würde sie im nächsten Schuljahr in die Zirkus-AG ihrer Schule eintreten … oder wenigstens mal reinschnuppern.

Als wir halb sieben wieder bei meinen Eltern waren, gab es eine Kleinigkeit zum Abendbrot. Gemeinsam mit meiner Mama schauten wir danach das Märchen „Rumpelstilzchen“.
Kurz vor 21 Uhr schlief L schon tief und fest.
Ich werde jetzt noch in meinem Buch weiterlesen. Ich hoffe so sehr, dass es weiterhin so spannend und gut geschrieben bleibt. Meine Französischübungen auf Duolingo werde ich auch noch machen.
