Tagebuch – 26. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Obwohl ich mich gestern am späten Abend ein wenig über die Schwester von Ls Oma M geärgert hatte, schlief ich in der Nacht ruhig und ungestört. L machte am Morgen nach dem Aufwachen sehr gut mit. Ich musste gar nicht sooft dieselben Bitten wiederholen wie sonst. Wir hatten also einen wirklich entspannten Start in den Morgen.
Mit Ls Großtante konnten wir am heutigen Abend das Missverständnis aus der Welt schaffen. Sie hat sich bei mir entschuldigt und ich ihr versichert, dass ich ihr natürlich jederzeit helfen werde, spät abends aber viel besser per Nachricht erreichbar bin als per Anruf. (Ich hatte gestern siebzehn Anrufe in Abwesenheit und dachte schon, mit Ls Oma M sei etwas nicht in Ordnung. Ab 19 Uhr habe ich den „Nicht stören“-Modus aktiviert. Es gehen also keine Anrufe mehr durch.)

Die Hinfahrt ins Büro nach Erfurt war super entspannt. Es waren kaum Pkws und Lkws unterwegs. Ich hatte beide Autobahnen fast für mich alleine. So konnte ich ein bisschen vor mich hin träumen, dem dreiundzwanzigsten Hörspiel von „Die drei ???“ lauschen und anschließend bei meiner Musik mitsingen.
Die Rückfahrt hingegen war anstrengend. Viele Pkws waren auf dem Weg ins Pfingstwochenende oder nach Leipzig zum Wave-Gotik-Treffen. Ich kam nur langsam voran, musste oft abbremsen oder mit Tempo achtzig hinter den anderen Fahrzeugen hinterher fahren. Das nächste Hörspiel von „Die drei ???“ hörte ich trotzdem, genauso auch Musik im Anschluss. Ein Glück wurde L heute von einer Mama von einer von Ls Schulfreundinnen abgeholt. Ehe ich nämlich zu ihnen stieß, war es bereits kurz vor 18 Uhr.

Was heute schön war:

Workshop.
Unsere Firma, repräsentiert durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist immer noch auf der Suche nach ihrem Leitbild. Heute fand von morgens bis nachmittags der dritte Teil unseres internen Workshops statt. Wir beschäftigten uns mit den Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen – zunächst in vier Gruppen, anschließend in großer Runde. Ausgewertet hatten wir lediglich die ersten beiden Punkte. Es wird somit definitiv noch ein vierter Workshop folgen.
Zum Mittagessen, gesponsert von der Firma, gab es für mich Sushi und Edamame.

Wave-Gotik-Treffen (aus der Ferne).
Seit über zwanzig Jahren hege ich den Wunsch, einmal am WGT in Leipzig teilzunehmen. Aus verschiedensten Gründen hatte es bisher nicht geklappt.
Sehr kurzfristig war es nun L und mir gemeinsam mit zwei von Ls Schulfreundinnen und deren Mamas möglich, heute im Clara-Zetkin-Park einen Blick auf die wunderschön gekleideten und gestylten Männer, Frauen und Kinder zu werfen. Ich selbst schmiss mich heute Morgen auch in Schale: Ich zog ein passendes schwarzes Kleid mit Verzierungen und schwarze Stiefel an. L und die anderen beiden Mädchen ließen sich abends von den beiden anderen Mamas passend schminken.
Ich war positiv überrascht, wie viele Menschen ihre Kinder zu diesem Treffen mitnehmen. Als familienfreundlich hatte ich das WGT bisher nicht eingestuft. Außer vielen schick gekleideten Menschen bekam ich zwar nicht viel mit, aber für das nächste Pfingstfest kann ich mir gut vorstellen, an einem Tag für längere Zeit vorbeizuschauen. Es gibt ja auch Bühnen mit Musik.

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