Tagebuch – 16. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Ich habe gut und viel geschlafen. Ich erinnere mich zwar nicht mehr konkret an die Geschehnisse in meinem Träumen, weiß aber, dass ich vier oder fünf verschiedene hatte. L erging es vermutlich ähnlich. Irgendwann in den frühen Morgenstunden brabbelte sie nämlich im Schlaf und lachte über irgendetwas.

Unser Start in den Morgen war ein wenig anstrengend. L bummelte ganz schön und ich musste sie mehrmals auffordern, sich doch endlich anzuziehen, sich die Haare zu kämmen und Zähne zu putzen. Es gibt Tage und da zählt der heutige dazu, da nerven mich meine immer wiederkehrenden Schallplatten-Ansagen an L wirklich sehr. L sprang natürlich sofort negativ auf meine ständigen Wiederholungen an und quietschte mich mit ihrem Genöle voll.

Auf einen Morgenspaziergang verzichtete ich heute dankend. Es war unglaublich kalt und windig und ich war viel zu dünn angezogen. So fuhr ich gleich ins Home Office und arbeitete konzentriert an vielen Dingen. Ich schaffte wirklich einige To-dos. Das fühlte sich am Abend sehr gut an.

Bevor wir nachmittags von der Tanzschule zurück nach Hause fahren konnten, musste ich Ls Gejammer und Geheule wegen eines Helium-Diskokugel-Ballons über mich ergehen lassen. Grund hierfür war nicht etwa, dass ich ihr diesen nicht kaufen wollte. Nein, im Gegenteil. Sie weinte bitterlich, weil der Ballon nicht prall aufgefüllt war und eine Delle besaß. Da sie selbst sagte, der Ballon sei nicht perfekt, nutzte ich diesen Moment, um ihr zu verdeutlichen, dass es Perfektion in unserer Welt a) gar nicht gibt und b) todlangweilig ist. Vielleicht blieb ja ein wenig von meinen Worten bei ihr hängen.

Was heute schön war:

Rückenübungen.
Mittags wollte ich laufen gehen. Mir war es aber viel zu kalt und viel zu windig. Ich nutzte somit einen Teil meiner Pause für sechs verschiedene Rückenübungen. Schon während der Ausübung spürte ich, wie sehr sich mein unterer Rücken darüber freute. Nächste Woche möchte ich aber mal wieder Laufen gehen.

Nette Unterhaltung.
Die Schwester M von Ls Schulfreund K tanzt in derselben Altersgruppe in derselben Tanzschule wie L. Sehr zur Freude der beiden Mädchen trafen sie sich heute Nachmittag zur gemeinsamen Tanzstunde. Ich unterhielt mich während des Kurses sehr lange mit Ks Papa, der gestern seinen Kindersitz aus meinem Auto herausgeholt hatte, nachdem ich es nach etlichen Versuchen nicht hinbekam. Da die Familie nur einen Kilometer von L und mir entfernt wohnt, werden wir uns in Zukunft häufiger unterstützen. So wie es scheint, konnte ich wieder zwei Menschen gewinnen, die in besonderen (Ausnahme-)Situationen für L da sein können. Und umgekehrt stehe ich natürlich auch gern zur Verfügung, wenn bei ihnen Not am Mann/an der Frau sein sollte.

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