Ein Wochenende im Mai

Alltagsschnipsel

Ein sehr schönes und erholsames Wochenende liegt hinter L und mir. Wir haben viel unternommen, hatten aber auch Zeit, uns auszuruhen und zu entspannen.


Samstag, 13. Mai 2023


Aus unerklärlichen Gründen waren sowohl L als auch ich bereits halb sieben wach. Wir fühlten uns beide ausgeschlafen. Aufstehen wollte aber noch keine von uns, also blieben wir gemütlich im Bett liegen und lasen etwas.

Gegen acht Uhr gab es Frühstück. So zeitig sind wir am Wochenende normalerweise nicht dran. L probierte eine neue Sorte Müsli aus, ich aß ein belegtes Eiweißbrot. Nach dem Essen spielte L in ihrem Kinderzimmer. Ich nutzte ein paar Minuten und aktualisierte meinen Terminkalender „Ein guter Plan“. Dabei trank ich meinen heiß geliebten Schokocappuccino. Dieses kleine Ritual am Wochenende mag ich sehr.

Als die Waschmaschine unsere Handtücher frisch gewaschen hatte, hing ich sie zum Trocken draußen auf. Ich liebe sonnengetrocknete Wäsche und freue mich sehr, dass das jetzt wieder öfter möglich sein wird.
Für diesen Samstag Vormittag hatte ich mir nur Hausarbeit vorgenommen. Dieser war auch bitternötig. Ich konnte mich nämlich nicht mehr daran erinnern, wann zuletzt gesaugt oder Staub gewischt wurde. Ich räumte jedes Zimmer auf, wischte den Staub weg und saugte durch. Die Küche und das Bad bekamen eine intensivere Behandlung. Sogar unsere Zimmerpflanzen durften sich über frisches Wasser freuen.
Zwischendrin telefonierte ich mit Ls Oma M. Wir werden kommende Woche ein paar Tage gemeinsam verreisen und sprachen uns diesbezüglich kurz ab.

Zum Mittagessen teilten L und ich uns die Reste von Ls Essen aus dem vietnamesischen Restaurant. Zum Nachtisch bekam jede noch ein Stück Benjamin Blümchen Torte.
L verzog sich nach dem Essen in ihr Kinderzimmer, machte es sich auf ihrem Bett gemütlich und hörte eine CD. Ich hielt im Schlafzimmer etwas Mittagsruhe, ehe ich eine Stunde später unter die Dusche hüpfte und mich ausgehfertig machte. Bevor L und ich das Haus verließen, holte ich die mittlerweile getrocknete Wäsche wieder hoch.

Wir fuhren nur einen Kilometer. Dann waren wir bereits bei K, Ls Freund aus der Schule. Auch er war bei der gemeinsamen Schulfreundin Y zur Kindergeburtstagsfeier eingeladen. Wir nahmen ihn im Auto auf dem Weg zum Indoorspielplatz mit. Es war sehr interessant für mich, dem Gespräch der beiden Kinder auf der Rücksitzbank zuzuhören.
Als die Kinder längst im Indoorspielplatz verschwunden waren, stand ich mit den beiden Mamas S und M noch eine Dreiviertelstunde draußen und quatschte.

Mit M, ihrem Mann R und dem kleinen Sohn J traf ich mich anschließend im Paunsdorf Center. Dort setzten wir uns in ein Café und unterhielten uns weiter. Ich futterte dabei ein Stück Torte und trank einen Kakao.


Gegen 18 Uhr war ich wieder zu Hause. L kam eine halbe Stunde später. Ks Mama holte die beiden Kinder vom Indoorspielplatz ab. Die Übergabe des von ihr geliehenen Kindersitzes klappte leider nicht. Es war mir nicht möglich, den Sitz aus der Isofix-Halterung herauszuholen. Ich vermute, es ist Dreck in die Vorrichtung gekommen. Denn Ls Kindersitz auf der anderen Seite lässt sich absolut problemlos ein- und ausbauen. K und seine Mama fuhren somit ohne ihren Kindersitz nach Hause.

Den Abend ließen L und ich beim Fernsehen ausklingen. Kurz vor dem Schlafengehen absolvierte ich meine täglichen Duolingo-Übungen. Diese Woche ist mal wieder Schwedisch an der Reihe.


Sonntag, 14. Mai 2023


Um Viertel nach sieben, also Viertel acht, wachten L und ich auf. Wir waren ausgeschlafen. Kaum hatte L ihre Augen geöffnet, lief sie auch schon in ihr Kinderzimmer. Dort hatte sie vor über einer Woche zwei selbst gebastelte Muttertagsgeschenke für mich versteckt. In das Herz darf ich einen oder mehrere Wünsche eintragen. Ich habe mich sehr über die Basteleien gefreut.


Da die Sonne bereits schien, zog ich unsere Bettwäsche ab, ließ sie in der Waschmaschine waschen und hing sie etwa eine Stunde später wieder draußen zum Trocknen auf. Zwischendrin wurde gefrühstückt. Ich bereitete nach dem Essen unser Picknick vor, welches wir für unseren geplanten Zoobesuch mitnehmen wollten.

Am Vormittag verband ich die Entsorgung des Mülls mit einem Gang zum Auto. Ich versuchte etwa zwanzig Minuten lang, Ks Kindersitz aus der Halterung zu lösen. Mal ließ sich die linke Seite herausholen, mal die rechte. Nur beide zusammen wollten nicht. Mit leicht schlechter Laune gab ich schließlich auf. Mit Ks Mama bin ich nun so verblieben, dass wir morgen Nachmittag zu ihnen nach Hause fahren werden. Ihr Mann wird sich der Sache annehmen. Vielleicht hat er eine Idee.

Mit der S-Bahn fuhren L und ich kurz vor 10 Uhr in Richtung Leipziger Innenstadt. Bei der Kontrolle ließ ich mir das Deutschland-Ticket freischalten. Nun kann ich guten Gewissens in jeder Stadt mit Bus und Bahn fahren.
Im Zoopark angekommen, steuerten L und ich (wie immer) zuerst das Gondwanaland an. Dort fuhren wir wieder mit dem Boot. So viele Tiere wie heute bekamen wir dort bisher noch nicht zu Gesicht. Das war sehr erfreulich.
Die meiste Zeit verbrachten wir vermutlich wieder auf den Spielplätzen. Das stört mich aber überhaupt nicht. Solange ich ein wenig Bewegung bekommen und mir das ein oder andere Tier anschauen kann, bin ich zufrieden. Wir statteten heute den Koalas, den Wellensittichen, den Flamingos und den Giraffen einen längeren Besuch ab. Ein Eis und später einen Eis-Slush gab es für jede auch.


Als wir halb fünf wieder zu Hause waren, ging L gleich in die Badewanne. Ich holte die getrocknete Bettwäsche hoch, packte den Ranzen und meinen Rucksack (morgen fahre ich wieder nach Erfurt ins Büro) und ließ im Backofen drei Mini-Pizzen für L erwärmen. Ob und was ich zum Abendessen futtern werde, weiß ich noch nicht. Ich bin noch satt.

Den Abend werden wir mit fernsehen und lesen verbringen. Meine Schwedisch-Übungen auf Duolingo werde ich selbstredend auch noch absolvieren, ehe ich irgendwann einschlafe.

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