Tagebuch – 11. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Als L und ich uns gestern Abend kurz vor halb neun allmählich bettfertig machen wollten, klingelte es an der Wohnungstür. Eine Nachbarin aus einem der angrenzenden Häuser war so lieb und brachte uns zwei Pakete, die sie am späten Nachmittag für uns entgegengenommen hatte, persönlich vorbei. So viel Aufmerksamkeit hatte ich gar nicht erwartet und mich sehr darüber gefreut. Vermutlich hätte ich die Pakete heute im Laufe des Tages bei ihr abgeholt. So darf ich mir den (kurzen) Weg sparen.

Meine Nacht war okay. Aus irgendeinem Grund wachte ich gegen zwei Uhr morgens auf und lag dann leider anderthalb Stunden wach. Meinen Kopf bekam ich nämlich nur schwer wieder zur Ruhe. Dieser machte sich Gedanken über die bevorstehende Zahnbehandlung, die Betäubungsspritze, die Zuzahlung … Angst vor einer Zahnbehandlung – mit Ausnahme der Weisheitszahn-OPs – hatte ich bisher noch nie. Für mich war es eine Premiere, Schiss vor dem Termin zu haben.

Am Vormittag war es dann soweit: Mit pochendem Herzen betrat ich die Zahnarztpraxis.
Ich fragte zunächst am Empfang nach, weshalb mich eine Zuzahlung erwartet. Mir wurde erklärt, dass das Füllungsmaterial für den Zahn das neueste auf dem Markt ist und die Krankenkassen dieses aktuell noch nicht bezahlen. Mit neunzig Euro sollte ich rechnen.
Im Behandlungszimmer selbst stand die Frage nach einer Betäubungsspritze nicht zur Debatte. Im Vorfeld hatte ich mich mit meinem Bruder und kurz vor dem Termin mit meinem Kollegen/Freund M ausgetauscht, die ihre Behandlungen nur noch mit Betäubungsspritzen machen. Ich tendierte also sowieso bereits zum Ja. Den Einstich der Spritze habe ich überhaupt nicht gemerkt und war sogar überrascht, dass es das schon gewesen sein soll. Die Betäubung wirkte auch sofort.
Äußerst unangenehm war die Kopfüberbehandlung. Mir sind zwischendrin die Füße eingeschlafen. Nach der Hälfte der Behandlung verfiel ich zudem in leichte Panik, da mir sehr schwindelig wurde und ich Angst hatte, deshalb in Ohnmacht zu fallen. Leichte Kopfschmerzen hatte ich auch schon, die nochmals verstärkt wurden, als die Geräusche der verschiedenen Bohrer in meinem Kopf vibrierten.
Als der Karies entfernt, der Zahn aufgefüllt und die Behandlung schließlich beendet war, brauchte ich im Wartezimmer ein paar Minuten, um das Schwindelgefühl und die Übelkeit loszuwerden. Ich zahlte gleich meine Zuzahlung und machte mich wieder auf den Weg ins Homeoffice.

Blick aus dem Fenster im Treppenhaus auf der Etage der Zahnarztpraxis


In der Postmappe wartete der Bestellschein für die Schulbücher für die zweite Klasse auf uns. Ich füllte ihn abends bereits aus, freute mich über die Vergangenheits-Katja, die diese Ausgabe bereits für den Juli in der privaten Haushaltsbuchübersicht vorgemerkt hatte, passte den Geldbetrag an und war gleichzeitig ein bisschen traurig, weil L in wenigen Monaten schon in die nächste Klassenstufe kommt. Die Zeit fliegt nur so davon.

Was heute schön war:

Kariesentfernung.
Trotz meiner Angst vor dem Zahnarzttermin bin ich natürlich trotzdem sehr froh, den Karies am Zahn entfernt lassen zu haben. Laut der Zahnärztin war es nur eine kleine Stelle, die mehr als rechtzeitig entfernt wurde. Ich bin über die moderne Technik dankbar, denn ohne die Röntgenaufnahme hätte sie die braune Stelle am Zahn nicht mal erkannt. Ich hoffe dennoch, dass ich jetzt wieder sehr lange Zeit Ruhe vorm Bohren habe.

Massage.
Am Nachmittag ließ ich mir meine Verspannungen, die vor allen Dingen im Schulterbereich zu finden waren, wegmassieren. Durch den leichten nächtlichen Schlafmangel konnte ich heute besonders gut entspannen. Danach fühlte ich mich wie in Trance.

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