Die Nacht war gut. Ich schlief ruhig und glaube mich daran zu erinnern, wieder viel geträumt zu haben. Was ich jedenfalls noch mit Sicherheit weiß, ist, dass mein rechter Arm mindestens zwei Mal eingeschlafen ist.
L hatte auch heute Morgen wieder keine Probleme, zeitig aufzuwachen und sich für die Schule fertig zu machen. Das machte es mir bis zum Verlassen der Wohnung sehr viel leichter.
Ich fuhr am Morgen ins Büro nach Erfurt und hörte ein Hörspiel von „Die drei ???“. (Auf der Rückfahrt tat ich dasselbe.) Die Autobahnen waren wenig befahren, sodass ich gut vorankam. Auf dem Rückweg war es aber definitiv windiger als am Morgen.
Kurz vor neun Uhr betrat ich das Büro und hatte noch eine gute halbe Stunde Zeit, ehe meine lange Serie von Terminen, darunter ein Sprintplanning, ein Daily, ein Treffen mit einer Arbeitsgruppe und ein Abstimmungsmeeting für das morgige Management Weekly, losging. Diese halbe Stunde nutzte ich für kleinere To-dos, die natürlich auch irgendwann erledigt werden wollen.

Am Nachtmittag hatten L und ich unseren ersten Zahnarzttermin seit unserem Umzug von Erfurt nach Markkleeberg. Die Zahnärztin nahm sich sowohl bei L als auch bei mir sehr viel Zeit. Während bei L alles soweit in Ordnung ist und sie lediglich ein bisschen an einem Zahn herum wackeln soll, damit er bald herausfällt, fand die Zahnärztin bei mir eine gut versteckte Stelle mit ersten Anzeichen von Karies. Von außen ist absolut nichts sichtbar. Anhand von Röntgenaufnahmen, die in dieser Zahnarztpraxis offenbar standardmäßig angefertigt werden, erkannte sie die braune Stelle. Sie empfahl mir, diese baldmöglichst entfernen zu lassen.
Generell war ich komplett überfordert und überwältigt von der vielen Technik. Meine Zahnarztbesuche in Erfurt kommen mir dagegen sehr hinterwäldlich vor. Am meisten irritiert mich das Angebot einer Betäubung, wenn ich mir die braune Stelle schon nächste Woche entfernen lasse. Bei mir wurde in den vergangenen Jahrzehnten natürlich schon das ein oder andere Mal gebohrt und aufgefüllt, aber betäubt wurde ich bisher nie (außer beim Ziehen der Weisheitszähne). Ist das heutzutage üblich oder sogar sinnvoll? Hier werde ich die Zahnärztin nächste Woche noch mal direkt darauf ansprechen.
Was heute schön war:
Retrospektive.
Mit einer von mir klar formulierten Ansage direkt zu Anfang der Retro, dass diese eine Stunde bitte aufmerksam zugehört und mitgearbeitet werden soll und „wichtige“ Arbeits-E-Mails im Anschluss immer noch gelesen und beantwortet werden können, startete heute nach dem Mittagessen das Meeting zum Sprintabschluss. Diese dritte Retro in Person vor Ort im Büro war wirklich sehr schön, zielführend und produktiv – zumindest meinem Gefühl nach. Das Team sollte unter anderem eine kleine Geschichte über den letzten Sprint schreiben und dabei alle auf dem Bild ersichtlichen Begriffe mindestens einmal verwenden. Es kamen interessante Stories dabei heraus.

