Welch bescheidene Nacht liegt hinter mir. Tief geschlafen hatte ich lediglich fünfundvierzig Minuten zwischen fünf und sechs Uhr morgens. Zu viel ging mir im Kopf herum, das verarbeitet werden wollte. Die Gedanken gaben einfach keine Ruhe.
Wenigstens schlief L ruhig und friedlich. Sie redete aber unglaublich viel im Schlaf. Ich erinnere mich an Wortfetzen wie “reinschmuggeln” und “Halloweenkostüm”. In ihren Träumen ging es offenbar gut ab.
Ich bin sowas von urlaubsreif. Die Ostertage bei meinen Eltern hatten zwar ein wenig zum Abschalten beigetragen, die Zeit danach mit Ls Krankheit und den dadurch für mich weggefallenen zwei Tagen kindfrei haben aber deutliche Spuren hinterlassen. Bis Mitte Mai, wenn ein sehr langes Wochenende bevorsteht, werde ich noch durchhalten müssen.
Was heute schön war:
Alltag.
Endlich wieder Routine! Das frühe Aufstehen nehme ich dafür gern in Kauf. So sehr ich meine L liebe, dauerhaft aufeinander hocken tut uns beiden einfach nicht gut.
Nachdem sie heute die letzten Meter alleine zur Schule ging, machte ich meinen kleinen Morgenspaziergang an der frischen Luft. Das war wunderbar.
Rückentraining.
Da ich Samstag kurz befürchtet hatte, eine Art Hexenschuss zu haben, nutzte ich zwanzig Minuten meiner Mittagspause für ein Krafttraining im Rückenbereich. Zeit wurde es. Ich bin zwar mit Mitte dreißig noch nicht alt, arbeite aber seit Jahren sehr viel im Sitzen. Das ist nicht spurlos an meinem Körper vorbeigegangen.
Eis essen.
Nach der Schule besuchten L und ich eine unserer beiden Stammeisdielen. L bestellte sich eine warme Waffel mit Apfelmuseis, die sie auch fast ohne meine Hilfe schaffte, ich genoss ebenfalls eine Kugel Apfelmuseis und eine Kugel Cherry-Chocolate-Cake.
