Morgens um zwei wachte ich auf, weil es mir unter der Decke zu warm war. Schnell erkannte ich auch den Grund dafür. L hatte erhöhte Temperatur.
Bis um sieben nickte ich zwar immer wieder ein, fand aber aus verschiedenen Gründen (Lautstärke im Treppenhaus und in der Wohnung über uns, Gedankenkarussell) nicht zurück in den Tiefschlaf. Als L am Morgen aufwachte, hatte sie wieder Normaltemperatur.
Ehe meine Eltern und ich richtig wach und bereit für die Suche nach unseren Osterkörbchen waren, hatte L schon zwei Drittel gefunden. Viel Suchen musste ich somit gar nicht. 😉

Nach einem leckeren Ostersonntagsfrühstück ging ich unter die Dusche. Ich ließ mir im Bad Zeit. L ist in den letzten Tagen wieder sehr anhänglich, sodass ich zu keiner Zeit (auch nicht zum Toilettengang) alleine bin. Die zwanzig Minuten Ruhe taten mir sehr gut.
Gegen elf Uhr vormittags kamen wir im EGAPark, Erfurts größter Gartenausstellung und Naherholungsgebiet an. Ich war optimistisch, dass L und ich eines der versteckten goldenen Eier finden können. Als ich allerdings wenige Minuten später die Menschenmassen sah, musste ich mir eingestehen, dass wir heute alles finden würden nur kein goldenes Ei. Und so war es auch. Es suchten zahlreiche Kinder in den vorgegebenen Bereichen nach den goldenen Eiern, aber nicht eines fand etwas. Das fand ich schon irgendwie merkwürdig.
Das Wetter war viel besser als angesagt. Die Sonne schien und es war warm. Ich erfreute mich an den vielen schönen Blumen. L durfte für zwei Euro vier Mal am Glücksrad drehen, gewann aber nur einen kleinen Trostpreis. Auf die Hüpfburgen oder den Spielplatz hatte sie keine Lust. Am späten Mittag machten wir uns wieder auf den Heimweg.








Während meine Mama das Mittagessen zubereitete, legte ich mich ins Bett und schlief tatsächlich für eine Stunde ein. L durfte in der Zeit etwas auf dem iPad schauen. Nach dem leckeren Essen (Kartoffeln oder Klöße, Rotkraut, Roulade oder veganes Geschnetzeltes) las ich L ein paar Kapitel im aktuellen Buch der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ vor. Danach schlief ich noch mal ein und wachte erst halb fünf wieder auf.
L und ich tranken einen selbst gemachten Bubble Tea, denn der Osterhase schenkte ihr Perlen mit Lycheegeschmack. Das war sehr lecker. Ich hatte vor einer Weile hier im Blog bereits angekündigt, dass ich in der warmen Jahreszeit öfter Bubble Tea trinken möchte. Nun habe ich eine preiswerte Alternative gefunden. Auf die Idee, dieses Getränk selbst herzustellen, kam ich nämlich noch nicht.

Am frühen Abend schauten L, meine Mama und ich den Film „Der König der Löwen“ zu Ende. L machte es sich danach auf meinem Schoß gemütlich und schlief ein. Dabei stieg ihre Körpertemperatur wieder an. Das Fieberthermometer zeigte 38,1 Grad Celsius an. Erhöhte Temperatur also. Sie wurde auch zusehends ruhiger.
Da ich noch satt vom späten Mittagessen war, futterte ich abends nur meinen mit Schokolade glasierten Apfel, den wir gestern an einem Süßigkeitenstand auf dem Erfurter Altstadtfrühling gekauft hatten.
L und ich lagen schon um acht Uhr im Bett. Ich las ihr noch etwas vor. Als L schlief, sagte ich schweren Herzens das morgige Treffen mit ihrer Tante M, ihrem Onkel S und ihrem Cousin M ab. Auch ihre Oma M informierte ich darüber, dass der geplante Urlaub Mitte der Woche vermutlich nicht stattfinden kann.
