L und ich schliefen auch in dieser Nacht wieder sehr gut. Störungen oder sonstige Unterbrechungen gab es keine. Offenbar war ich um sechs Uhr morgens ausgeschlafen, denn ich erwachte eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Telefonweckers. Ich nutzte die gewonnenen Minuten, um richtig wachzuwerden und ein bisschen im Internet zu surfen.
Um Viertel nach sechs oder Viertel sieben, wie wir sagen, stand ich auf und verschwand im Bad für meine kurze Morgenroutine. Beim Zähneputzen machte ich eine Beinübung und versuchte zwischendurch mehrmals, L davon zu überzeugen, ebenfalls aufzustehen und sich anzuziehen.
Während L wenig später angezogen ins Bad ging, bereitete ich ihr Frühstück und Vesper für die Schule vor. Sie wünschte sich erneut zwei Toastscheiben mit Nuss-Nougat-Creme, einen in Stücke geschnittenen Apfel und den Rest des Amerikaners, den ich ihr gestern bei einer Bäckerei in Erfurt gekauft hatte. Ich kochte ihr Tee und packte ein Quetschie in den Schulranzen.
Danach verließen wir bei einem Grad Celsius das Haus und liefen inmitten der schönen frühlingshaften Natur zum Auto.

Als L in der Schule war, lief ich ein paar Meter in der Nähe der Schule herum. Es war mir aber zu kalt, sodass ich meinen Morgenspaziergang verkürzte, schnell zum Auto zurückkehrte und nach Hause fuhr.
Ich meldete mich in unseren Tools Slack und Personio an. Bevor es an meine lange To-do-Liste für den heutigen Arbeitstag ging, bereitete ich mir noch mein Frühstück zu, kochte eine große Kanne Tee und natürlich eine Tasse meines geliebten Schokocappuccinos.
Am Monatsanfang habe ich sehr viele Aufgaben zu erledigen. Da ich ab morgen bereits im Urlaub bin und auch erst am 13. April wieder arbeite, war es mir heute besonders wichtig, alles von den sehr wichtigen Aufgaben mit zeitlichem Druck dahinter erledigt zu wissen.
Zuerst arbeitete ich unserer Lohnbuchhalterin mehrere Excel-Listen zu, die sie in den nächsten Tagen ins Tool Personio einpflegen wird. Die als wichtig markierten E-Mails waren im Anschluss dran. Diese musste ich überwiegend „nur“ beantworten. Die meiste Zeit nahmen heute meine Zuarbeiten für unsere Finanzbuchhalterin in Anspruch. Bevor ich ihr Rechnungen im Unternehmen online zur Bearbeitung hochladen konnte, musste ich Überweisungen tätigen, Rechnungen schreiben und die Kreditkartenabrechnungen durchsehen. Diese oben genannten Tätigkeiten unterbrach ich für ein Daily in dem Projekt, in dem ich als Scrum Master tätig bin, für ein Abstimmungsmeeting unserer Arbeitsgruppe namens Social Media, für einen Austausch mit kleiner Fragerunde zum neuen Tool Personio und für ein Refinement in meinem zu betreuenden Projekt. Bis zum Nachmittag hatte ich gut zu tun. Eine zwanzigminütige Mittagspause mit einer leckeren Gemüsepfanne hatte ich auch und wurde sogleich vom Tool Personio darauf hingewiesen, dass ich bitte dreißig Minuten Pause machen soll. Recht hat das Tool, aber ich wollte mit meinen Aufgaben auch fertig werden …
Ich holte L heute Nachmittag etwas zeitiger ab als die beiden Tage zuvor. Gestern hatten wir uns schon ausgemacht, dass wir nach der Schule mit dem Auto zum Globus fahren wollen, um die Süßigkeit Sour Potty zu kaufen. Diese haben wir sogar gefunden und gekauft … zusammen mit allerhand anderen Süßigkeiten. Aus unerklärlichen Gründen landeten schon wieder zwei kleine Sushi-Packungen für das Abendessen auf dem Fließband.
Am frühen Abend aßen L und ich das gekaufte Sushi. Ich würde so gern öfter die Sushi Restaurants vor Ort unterstützen, aber die Preise liegen mittlerweile jenseits von Gut und Böse. Im Supermarkt, wie gestern im Marktkauf oder heute im Globus, zahle ich für viel Sushi wesentlich weniger und es schmeckt ebenfalls sehr gut. Ich befinde mich in einer Zwickmühle.
L und ich packten noch ihren Ranzen für den morgigen letzten Schultag vor den Osterferien.
Den restlichen Abend werden wir gemütlich mit unserem Haufen Süßigkeiten beim Fernsehen und (Vor)Lesen verbringen. L wird mir kurz vorm Schlafengehen wieder zehn Minuten vorlesen. Dafür erhält sie eine Unterschrift von mir in ihrem Lesepass. Da sie nachher hoffentlich wieder sieben meiner Unterschriften gesammelt hat, kann sie den Lesepass morgen mit in die Schule nehmen und von ihrer Klassenlehrerin unterschreiben lassen. Für ihren Fleiß darf sie ihrer in der Schule befindlichen Leseraupe eine Perle anhängen. Eine sehr schöne Idee. Bevor ich nachher schlafen gehen werde, absolviere ich noch einige Italienisch-Übungen über die App Duolingo.

Was für eine schöne Form der Leseförderung.
LikeLike