Ein Wochenende im April

Alltagsschnipsel

Willkommen im zweiten Quartal des Jahres! 

Ich habe bereits sieben Bücher gelesen und bin zuversichtlich, dass ich in den kommenden neun Monaten mein Jahresziel von insgesamt zehn gelesenen Büchern erreichen werde.

Am Freitagabend beschloss ich, im April keine Kalorien zu tracken. Ich brauche dringend eine Pause. Es geht bei mir gewichtstechnisch ohnehin seit Monaten weder in die eine noch in die andere Richtung. Seit geraumer Zeit verspüre ich auch mehr Lust auf Sport und hoffe, dass ich mein Pensum etwas hochschrauben kann. Ich bin gespannt, wie viel ich am Ende des Monats wiegen werde.


Samstag, 1. April 2023


Aufgewacht bin ich um kurz nach sieben Uhr am Morgen. Die Nacht war sehr gut. Ich träumte aber erneut viel von Menschen, die bereits gestorben sind.

Ich mag es sehr, wenn L länger schläft als ich. So kann ich in Ruhe aufwachen, im Internet auf meinen Lieblingsseiten lesen und den Tag gedanklich planen.

Vor ein paar Tagen empfiehl mir mein Onkel O die App “Too Good To Go”. Für einen kleinen Geldbetrag ist es möglich, Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten. Ganz legal. Dieses Thema beschäftigt mich sowieso schon länger. Ich musste aber vor einiger Zeit einsehen, dass ich nicht der Typ bin, der nachts aus den Mülltonnen eines Supermarktes gut erhaltene, aber dennoch entsorgte Lebensmittel holt. Da gefällt mir die Idee mithilfe der App deutlich besser. Ich reservierte direkt für vier Euro und fünfzig Cent ein Überraschungspaket vom Mittagsbuffet eines asiatischen Restaurants, in dem L und ich bereits zweimal zu Abend gegessen hatten.

Bevor L um halb neun aufwachte, hatte ich noch zwanzig Minuten Zeit für meine täglichen Duolingo-Übungen. Diese Woche stand Französisch auf dem Plan.

Gegen neun Uhr bereitete ich unser Frühstück vor, das L und ich in aller Ruhe am Küchentisch bei einem Hörspiel einnahmen. Natürlich fehlte auch mein heißbeliebter Schokocappuccino nicht. L löste anschließend einige Matheaufgaben zum Thema Geld in der Anton App und durfte ein paar Kindervideos über YouTube schauen. Ich nutzte die Zeit und widmete mich sehr intensiv meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Dort schloss ich den Monat März ab, bereitete den April vor, beantwortete Fragen zum ersten Quartal des Jahres und schrieb meine Gedanken zu einigen allgemeine Fragen auf.

Da noch viel Zeit war, nutzte ich diese für ein entspannendes Bad in der Wanne. L wollte und durfte im Anschluss in die Badewanne gehen.

Viertel nach zwei machten wir uns mit dem Auto auf den Weg, um das von mir am Morgen reservierte Essen abzuholen. Der Abholungsprozess dauerte im Restaurant maximal fünfzehn Sekunden. L und ich schauten kurze Zeit später in die Verpackung und waren total begeistert, wie viel Essen sich darin befand. Wir schnappten uns gleich jede eine Leckerei und futterten diese auf der kurzen Fahrt nach Hause.



Zu Hause stellte ich das Essen nur in der Küche ab. L und ich fuhren gleich weiter zum Festanger in Markkleeberg. Bis einschließlich Sonntagmorgen gastiert dort der Circus Karl Buch. Mit L war ich noch nie im Zirkus. Sie hatte bisher einfach so gar keine Lust darauf. Ich war das letzte Mal Ende der 90er Jahre in einer Zirkusshow, würde ich schätzen.
Uns beiden gefiel die Show, die abwechselnd aus Sketchen mit dem Clown, Artistik und Tierdressuren bestand, sehr gut. Dieser kleine Familienzirkus war einen Besuch Wert.
(Da sich dieser Zirkus jede Woche an einem anderen Ort befindet, werden die Tiere mindestens viermal monatlich vom Veterinäramt begutachtet. Optisch wirkten die Tiere gepflegt und gesund und machten generell auf mich einen guten Eindruck.)


Als wir am Abend wieder zu Hause ankamen, fielen L und ich über unser leckeres asiatisches Essen her. Anschließend machten wir es uns im Bett gemütlich. Ich versackte komplett in Reportagen über Zirkusse während der Coronazeit auf YouTube. Nur aus Vernunftgründen legte ich das Telefon beiseite und mich um halb elf schlafen.


Sonntag, 2. April 2023


Heute schlief ich etwas länger als gestern. Ich war wieder vor L aufgewacht. Ich nutzte die Zeit und erkundigte mich über das Programm der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Ich hätte diese wirklich sehr gern besucht, muss aber gestehen, dass nichts für mich oder L dabei ist, was mich vom Hocker haut. Vielleicht besuchen wir sie in 2024.

Unser Frühstück fiel heute eher mager und kurz aus. Schon um halb zehn saßen L und ich nämlich im Auto auf dem Weg zum Kinderland in Leipzig, das sich im Ortsteil Taucha befindet. L durfte heute ein zweites Mal ihren Geburtstag feiern. Diesmal kamen Kinder aus ihrer Schulklasse. Viele Bilder habe ich nicht gemacht. Ich war trotz der Unterstützung von drei weiteren Erwachsenen damit beschäftigt, Ls (und meine) Gäste gut versorgt zu wissen.


Kurz nach 14 Uhr war Ls Feier zu Ende. Wir nahmen ihre Schulfreundin L mit zurück in die Stadt und fuhren sie nach Hause. Anschließend brachte ich L zu einer Kindergeburtstagsfeier, zu der sie von einer Schulfreundin, deren Vorname ebenfalls mit dem Buchstaben L beginnt, hier im Blog allerdings noch nie Erwähnung fand, eingeladen wurde.

Obwohl es recht kalt und windig war, wollte ich unbedingt die drei kinderfreien Stunden nutzen und mit dem Fahrrad zum Strömthaler See fahren. Ich zog mich sehr warm an, kochte mir eine Heiße Schokolade (die dritte an diesem Tag) und fuhr los. Es war einfach herrlich: Die Luft. Die Natur. Das Wasser. Meine kleine Fahrradtour dauerte mit Pause am See etwa anderthalb Stunden. Insgesamt fuhr ich vierzehn Kilometer. Die reichten mir auch völlig aus. Ich merkte richtig, dass ich erst das dritte Mal in diesem Jahr auf dem Fahrrad saß. Mir fehlt es (noch) an Kondition und Ausdauer.


Als ich wieder zu Hause ankam, aß ich eine Kleinigkeit und ruhte mich noch ein wenig aus. Auf dem Weg zu L tankte ich das Auto voll und sammelte ein glückliches, aber sichtbar geschafftes Kind ein. Gegen 19 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Den restlichen Abend werden wir in Ruhe ausklingen lassen. L darf noch etwas über das iPad schauen und mir vorlesen. Ich werde ebenfalls noch lesen und meine Französischübungen auf Duolingo absolvieren.

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