Freitagabend gingen in unserer Wohnung plötzlich alle Lichter aus. Ich dachte sofort an einen Stromausfall. Da ich gerade Textnachrichten mit meiner Mama austauschte, berichtete ich meinen Eltern davon. Auf ihr Anraten hin ging ich kurz ins Treppenhaus, um zu schauen, ob der Strom im ganzen Haus ausgefallen war. Die Lampe ließ sich jedoch einschalten. Ich schaute also in den Stromkasten und sah, dass sich der FI-Schalter umgelegt hatte. Diesen aktivierte ich. Da gerade unser Geschirrspüler lief, stellte ich das Programm neu ein und schloss die Klappe. Und schwups war der Strom wieder weg. Aha, dachte ich mir, es liegt am Geschirrspüler. Ich legte den FI-Schalter erneut um, schöpfte das Wasser, das nicht abgepumpt wurde, ab und ließ die Spülmaschine für den Rest des Tages in Frieden.
Montag werde ich bei einem Reparaturservice für Haushaltsgeräte anrufen und jemanden kommen lassen, der sich den Geschirrspüler anschauen soll. Genau wegen solcher Momente lege ich monatlich Geld aufs Sparbuch. Eine Waschmaschine, ein Kühlschrank oder ein Geschirrspüler können ja jederzeit „explodieren“.
Das Wochenende verbrachten L und ich erst einmal entspannt in Erfurt.
Samstag, 25. März 2023
Meine Nacht war wunderbar … aber ich wachte bereits um Viertel vor sechs auf. Egal wie sehr ich mich auch bemühte, ich schlief leider nicht wieder ein. L wachte eine gute Stunde später auf. Vor dem Aufstehen absolvierte ich meine täglichen Übungen (in Englisch) über die Duolingo App.
In eine große Einkaufstasche packte ich eine halbe Stunde später sämtliches Essen für Ls Kindergeburtstagsfeier. Die Getränke waren bereits seit Tagen im Auto verstaut. Unsere Kleidung, die wir für die Nacht und den nächsten Tag benötigten, packte ich zusammen mit meinem Telefonladekabel und meinen Kopfhörern in einen großen Rucksack.
Zum Frühstück machte ich L und mir in vegane Milch eingeweichte Haferflocken mit Zimt verfeinert. Obendrauf kamen Apfelstücke. Sowas habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gefrühstückt. Lecker war’s! Natürlich durfte mein Schokocappuccino nicht fehlen. Da unser Geschirrspüler kaputt ist, wusch ich nach dem Essen alles auf und ließ es an der Luft trocknen.
Bis zur geplanten Abfahrt nach Erfurt hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit. Diese nutzte ich für ein warmes Bad in der Badewanne.
Wir fuhren gegen elf Uhr bei strahlendem Sonnenschein los und kamen anderthalb Stunden im strömenden Regen bei Ls Oma M in Erfurt an. Auf der Fahrt hielten wir zweimal, das erste Mal um Brötchen für die Feier einzukaufen, das zweite Mal um das Auto vollzutanken.
Viertel vor zwei am Nachmittag warteten wir vor dem Kinderland in Erfurt auf Ls Geburtstagsgäste. L hatte sechs Jungs und ein Mädchen eingeladen, mit denen sie mit Ausnahme ihres Cousins M in dieselbe Kindergartengruppe ging. Neben den insgesamt acht Kindern waren wir noch sechs Erwachsene.
Nachdem sich die Kinder umgezogen hatten, flitzten sie auch schon davon. Wir Erwachsenen nutzten die Zeit und deckten die zwei Tische ein. (Im Kinderland Erfurt ist es erlaubt, Speisen, Getränke und Deko mitzubringen.) Zum Trinken, zum Essen und zum Geschenke auspacken sahen wir die Kinder kurzzeitig. Ansonsten waren sie die vier Stunden unseres Aufenthaltes im Spielbereich verschwunden. Alle Kinder hatten großen Spaß, es gab keine Verletzungen und nur wenig Tränen. Eine gelungene erste Kindergeburtstagsfeier also. Gegen achtzehn Uhr räumten wir zusammen. Nach und nach wurden die Kinder abgeholt.








Zu dritt fuhren wir zu Ls Oma M nach Hause. Wir machten es uns alle auf der Couch gemütlich, schauten das Märchen „Jorinde und Joringel“, knabberten dabei noch die ein oder andere Salzbrezel und gingen kurz nach halb neun rüber ins Schlafzimmer. L schlief sofort ein. Ich übte noch ein paar Minuten Englisch auf Duolingo, las einige Seite in meinem Buch und schlief wenig später glücklich ein. Ich freute mich so sehr, dass Ls erste von zwei Kindergeburtstagsfeiern in diesem Jahr ohne Komplikationen stattfinden konnte.
(Ich habe mich dazu entschlossen, L zwei Kindergeburtstagsfeiern zu ermöglich, eine mit ihren ehemaligen Kindergartenfreunden, eine mit den neuen Schulfreunden. Durch die Einschränkungen durch Corona und den angespannten und hektischen Alltag rund um den Tod ihres Papas musste sie in den letzten Jahren auf sehr viel verzichten. Da ich die Kosten für diese Feiern auf mehrere Monate verteilte, indem ich beispielsweise die Speisen, Getränke, Süßigkeiten und Regenbogentütchen schon im Februar kaufte, das Eintrittsgeld für das Kinderland in Erfurt gleich Anfang März vom Konto abhob und sicher beiseite legte, die zweite Feier erst im April und somit mit neuem Gehalt meinerseits stattfindet etc., war und ist es finanziell möglich, doppelt zu feiern.)
Sonntag, 26. März 2023
Es ist Sommerzeit! Aufgewacht bin ich heute kurz vor acht Uhr und schlief somit wenigstens eine Stunde länger als gestern. Gut geschlafen hatte ich nicht. L kam nachts immer näher und näher. Zudem ist sie leicht verschnupft und schnarchte hin und wieder in mein Ohr. Ein wenig gerädert und müde stand ich eine halbe Stunde später auf.
Gemeinsam mit Ls Oma M frühstückten wir. M war heute Vormittag mit Ls Tante M und ihrem Cousin M im Kino verabredet, weshalb wir zeitnah nach dem Frühstück unsere Sachen zusammenpackten und aufbrachen. Kurz vor der Abfahrt saugte ich den Innenraum meines Autos aus. Das war bitternötig.
Gegen elf Uhr trudelten L und ich bei meinen Eltern ein. Wir nahmen die zwei großen Geschenketüten mit in die Wohnung, in die wir gestern alle Geschenke hineintaten, die L bei ihrer Kindergeburtstagsfeier abstaubte. In aller Ruhe schauten wir uns an, was L für schöne Dinge geschenkt bekam. Anschließend machten wir einen kurzen Spaziergang und hielten auf dem an Ls Geburtstag neu eröffneten Spielplatz die Straße rauf. Es war allerdings so überfüllt, dass L keine richtige Lust verspürte, sich mit ins Getümmel zu stürzen. Wieder in der Wohnung meiner Eltern angekommen, spielte sie mit ihren Geschenken, während meine Mama das Mittagessen vorbereitete. Nach dem leckeren Essen durfte L noch eine halbe Stunde fernsehen, ehe es Zeit für uns war aufzubrechen.
Am Nachmittag waren wir mit Ls Opa D verabredet. Wir trafen uns in der Erfurter Altstadt in der Nähe des Angerbrunnens und besuchten ein Eiscafé. L aß Spaghettieis mit Erdbeeren, D einen Amarena-Eisbecher und ich einen Schoko-Eisbecher.


Im strömenden Regen und total müde fuhr ich L und mich kurz nach 16 Uhr zurück nach Markkleeberg. Die Sicht war teilweise sehr beeinträchtigt. Über zwei Autofahrer auf der Autobahn musste ich während der Fahrt den Kopf schütteln, denn diese fuhren ohne Licht und waren in dem ganzen Grau nur schwer erkennbar.
Als wir Viertel vor sechs am Abend zu Hause ankamen, spielte L mit ihren Geschenken. Ich räumte unsere Taschen und den Rucksack leer. Anschließend bestellten wir für L Schulessen bis einschließlich 17. April. Ich las den Elternbrief, den Ls Klassenlehrerin im LernSax veröffentlichte. Hier fand ich Informationen die vergangene und die kommende Woche betreffend.
Vor dem Abendessen ging L in die Badewanne. Nach der Mahlzeit machten wir es uns im Bett gemütlich. L durfte etwas auf dem iPad schauen.
Vor dem Einschlafen wird L mir noch etwas vorlesen und anschließend von mir im neuen Band der Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ vorgelesen bekommen. Ich werde später noch meine täglichen Duolino-Übungen absolvieren und ebenfalls lesen, ehe es Zeit wird, schlafen zu gehen.
