Auch gestern Abend war ich zeitig schlafen. (Ich hatte hier im Blog bereits das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich überdurchschnittlich viel Schlaf im Vergleich zu anderen Menschen brauche. Zumindest ist das mein Gefühl.)
L und ich schliefen beide sehr gut. Eine Minute vor dem Klingeln des Telefonweckers wachte ich heute Morgen kurz vor halb sieben auf, zögerte den Moment des Aufstehens noch etwa fünf Minuten hinaus und startete dann gemeinsam mit L in den neuen Tag.
Mit J und A fuhr ich am Morgen ins Büro nach Erfurt. Wir unterhielten uns angeregt und erzählten teilweise schaurige Erlebnisse aus unserem Alltag. Während A sprach, dachte ich bei mir, wie froh ich doch bin, dass L und ich in eine sehr ruhige Wohngegend in Markkleeberg und nicht direkt nach Leipzig gezogen sind. Auf Junkies und Polizeieinsätze vor meiner Haustür kann ich gern verzichten. Hinwärts regnete es und war ziemlich windig. Auf der Rückfahrt schien sogar ab und an die Sonne.
Vor unserem Büro sind die Enten in Frühlingsstimmung. Es ist niedlich, den Entenpaaren zuzuschauen.


Heute hätte eine Grundschulfreundin ihren fünfunddreißigsten Geburtstag gefeiert. Leider starb sie vor fast vier Jahren an Brustkrebs. Es vergeht tatsächlich kaum ein Tag, an dem ich nicht an sie und auch ihre Hinterbliebenen denke. Als ich im Frühling 2019 gemeinsam mit meinem Grundschul-/Orchesterfreund B auf ihrer Beerdigung war, hatte M bereits Probleme, gewürzte Speisen zu sich zu nehmen. Damals dachte ich natürlich noch nicht daran, dass L und mich ein ähnlich trauriges Schicksal ereilen würde wie ihrem Ehemann und ihrem damals fünfjährigen Sohn. Ich weiß, dass auch ihre Eltern noch sehr (oder für immer) unter ihrem frühen Tod leiden.
Was heute schön war:
Workshop.
In einer sehr großen Runde, bestehend aus sechzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, versammelten wir uns ab dem Vormittag im Konferenzraum im Büro in Erfurt, um gemeinsam erste Schritte hin zu unserem neuen Firmenleitbild zu gehen. Angeleitet wurden wir von einem Kollegen, der in die Rolle eines externen Beraters schlüpfte und uns mit den verschiedensten Methodiken Inhalte entlockte. Vom Aufbau des Workshops war ich sehr begeistert. Ich merkte, dass er das bereits öfter in seiner beruflichen Laufbahn gemacht hatte.
Zum Mittagessen gab es für alle je eine Poke Bowl, die wir vor Beginn unseres Workshops bestellten.
Aufgrund akuten Personalmangels, wie es in der E-Mail des Horts hieß, wurden alle Eltern gebeten, ihre Kinder zeitnah aus der Schule abzuholen. So kam es, dass ich den tollen Workshop bereits um halb zwei verlassen musste. Zum Glück wird es in ungefähr einem Monat einen zweiten Tag geben, an dem wir uns die Zeit nehmen, um gemeinsam zu schauen, wohin die Firmenreise gehen soll.

