L und ich schliefen auch in dieser Nacht zum Glück wieder sehr gut.
Um den Weg zur Schule antreten zu können, musste ich heute Morgen erst mal sämtliche Scheiben des Autos frei kratzen. Obwohl die Sonne schien, waren es nur minus drei Grad Celsius.

Überraschend fand ich etwas Geld. Kein Bargeld. Vielmehr stellte ich bei Durchsicht der Umsätze im Online-Banking fest, dass ich mich Ende letzten Monats zu meinen Ungunsten verrechnet hatte. Somit steht L und mir doch noch etwas mehr Taschengeld für die zweite Märzhälfte zur Verfügung als gedacht.
Einen kleinen Teil des Geldes investierte ich allerdings direkt in neue Kleidung für mich. Ich musste in den letzten Tagen feststellen, dass viele meiner Kleider allmählich immer größere Löcher bekommen. In meiner Freizeit stört mich das herzlich wenig und ich werde sie auch weiterhin tragen, aber für wichtige berufliche Termine sind mir Löcher in der Kleidung unangenehm. Da ich nicht gern viel Geld für Kleidung ausgebe und es ohnehin mehr Kleidung auf der Welt als Menschen gibt, kaufte ich mir fünf sehr gut erhaltene Teile in einem Secondhand-Onlineshop.
Das Rätsel um die fehlenden Milchtrinkpäckchen in Ls Schulspeisung in der Mittagspause hat sich gelöst. Beiläufig erwähnte L nach dem Abholen aus der Schule, dass sie und ihre Freundin L vor zwei Wochen die Essenschips vertauscht hatten. Aus diesem Grund erhielt Ls Freundin Ls bestelltes Mittagessen UND ihre Milch. Ich traf kurz nach diesem Geständnis zufälligerweise die Mama von L auf dem Rewe Parkplatz, die mir mitteilte, dass ihre Tochter L überhaupt keine Milch mag und sie ihr diese deshalb auch nie mitbestellt.
Für diese und nächste Woche habe ich Ls Milchtrinkpäckchen dennoch abbestellt. Wie wir in Zukunft weiterverfahren, weiß ich noch nicht.
Um 17 Uhr fand Ls Gespräch bei der Kinderpsychotherapeutin statt. Ich wartete derweil im Wartezimmer und las auf meinem Telefon in meinem aktuellen Buch weiter. Kurz vor 18 Uhr kam L wieder zu mir und wir machten uns nach diesem langen Tag auf den Weg nach Hause. In zwei Wochen findet das Auswertungsgespräch statt. Dann erfahren wir, wie und ob es für uns weitergeht.

Was heute schön war:
Sonnenschein.
Beim sehr kurzen Morgenspaziergang – mir war es einfach zu kalt – freute ich mich über die Helligkeit. Alles glänzte und glitzerte im Sonnenlicht. Wenig später wärmten mich die Sonnenstrahlen am Arbeitsplatz zu Hause. Kurzum: Es ist einfach wunderbar für die Seele, wenn die Sonne scheint.
Klavier spielen.
Zwanzig Minuten meiner Mittagspause nutze ich heute, um ein wenig Klavier zu üben. Mittlerweile kann ich wieder einige der Stücke spielen, die ich vor sieben Jahren gut bis sehr gut beherrschte. Es geht voran.
