Tagebuch – 13. März 2023

Alltagsschnipsel

Der Wunsch nach Tagebucheinträgen – ähnlich wie ich es vor allem im Jahr 2020 regelmäßig tat – wurde von einer Leserin an mich herangetragen. Der Gedanke gefiel mir auf Anhieb. Ich werde ab sofort versuchen, den Wochenrückblick und das Tagebuchbloggen abzuwechseln.

Die Nacht war mittelgut. In den frühen Morgenstunden ging mein Gedankenkarussell an und ließ sich nur widerwillig abschalten. Der Schlaf schien aber ausreichend gewesen zu sein, denn ich war den Tag über weder todmüde noch gerädert oder unkonzentriert.

Nachdem ich L in die Schule gebracht hatte, fuhr ich im Regen ins Büro nach Erfurt. Die anderthalbstündige Autofahrt über hörte ich über Spotify HIM und trällerte die meisten Songs mit. Da ich im Moment Koffein nicht so gut vertrage, füllte ich statt meines heiß geliebten Schokocappuccinos Heiße Schokolade in den Thermobecher. Das war auch lecker.
Nach mehrmaligem Verschieben des letzten Mitarbeitergesprächs konnten mein Kollege/Freund M und ich heute mit S über ihre beruflichen Ziele für das Jahr 2023 sprechen. Anschließend fuhr ich wieder zurück nach Leipzig und hatte stellenweise Mühe, das Auto wegen des starken Winds in der Spur zu halten.

L berichtete mir am späten Nachmittag, dass sie zum Mittagessen in der Schule wieder kein Milchtrinkpäckchen erhalten hat. Das passiert mir in letzter Zeit viel zu häufig. Ich finde es mittlerweile auch nicht mehr lustig, denn ein Trinkpäckchen kostet neunzig Cent.

Abends schaute ich die ersten beiden Folgen der erste Staffel der Serie „How I met your mother“. Ich wollte leichte Kost und wusste, dass viele Menschen in meinem Umfeld diese Serie bereits vor Jahren geschaut hatten. So richtig abgeholt hat mich die Serie allerdings nicht. Gut unterhalten wurde ich in den zwei Folgen aber trotzdem.

Was heute schön war:

Eis essen.
Als ich L am späten Nachmittag von der Schule abholen wollte, schauten mich mal wieder zwei Kinderaugenpaare flehend an. Eis essen wollten die beiden Mädchen mit mir. So einfach war das jedoch nicht, denn diesmal handelte es sich um Ls Klassenkameradin Y. Und für sie habe ich (noch) keine Abholerlaubnis von ihren Eltern erteilt bekommen. Glücklicherweise kam Ys Papa kurz nach mir. Die Kinder überredeten uns beide, ein Eis essen zu gehen. Da wir nicht wussten, ob die Eisdielen in der Nähe der Schule bereits wieder geöffnet haben, und weil es bereits recht spät war, kauften wir uns jeder ein leckeres Eis im Rewe.

Lesen.
Bevor ich L abends im aktuellen Buch ein paar Seiten vorlas, war sie an der Reihe. Heute begannen wir eine neue Geschichte über eine Katze. Entweder gefiel ihr die Geschichte besser als die vorherige oder sie hatte einen sehr guten Tag, denn L las wirklich super gut. In den zehn Minuten, die sie mir vorlas, schaffte sie fast fünf Seiten. Das ist im Moment ihr persönlicher Rekord.

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