Aufgewacht bin ich heute gemeinsam mit L um kurz nach acht Uhr und verspürte einen leichten Kopfschmerz an der Stirn. Das ist für mich ungewöhnlich, habe ich doch an super wenigen Tagen im Jahr Kopfschmerzen. Vielleicht ist das merkwürdige Wetter da draußen nicht ganz unschuldig daran.
Noch im Bett liegend, planten L und ich ihre Kindergeburtstagsfeier(n) Ende März und/oder Anfang April. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich mir dieses Mal nicht so viel Arbeit machen. Sehr wahrscheinlich gehen wir mit einigen Kindergartenfreunden in den Indoorspielplatz in Erfurt und mit einigen Schulfreunden in einen Indoorspielplatz in Leipzig. Wir suchten daraufhin schöne Einladungskarten und gleich Geschenktüten für alle Kinder in Ls Klasse aus. Mit was wir diese letztendlich füllen werden, überlegen wir uns noch.
L spielt in den letzten Tagen sehr oft und viel mit ihren Spielsachen (am liebsten mit ihren Puppen und Kuscheltieren) – und zwar ganz alleine. Normalerweise wurde ich immer in irgendeiner Form in ihr Spiel mit einbezogen. Mich freut es für sie sehr, denn ich glaube, das ist auch ein wichtiger Schritt für sie, nicht permanent an mir zu kleben. Das Chaos im Wohnzimmer war für mich deshalb auch nicht schlimm.

Während L spielte, bereitete ich unser Frühstück zu. Ein leckerer Obstsmoothie durfte dabei nicht fehlen. L aß sehr gut. Ich verabreichte meinem immer noch stark hustenden Kind nach dem Essen Hustensaft, ehe sie begann, ihre Spielsachen für unseren geplanten Erfurt-Aufenthalt zusammenzusuchen. Ich blieb noch etwas am Frühstückstisch sitzen und schrieb in meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Zu meiner großen Freude riefen die Großeltern der beiden Kinder N und N, die im letzten Sommer in dem Nachbarbungalow in Hohenbocka mit uns Urlaub machten, an. Wir verabredeten uns für Samstag in drei Wochen. L und ich werden an diesem Tag zu Besuch nach Chemnitz fahren. Da ich am Abend vermutlich keine Zeit haben werde, absolvierte ich nach dem Telefonat schon meine Italienischübungen auf Duolingo.

Dann wurde es allmählich Zeit, unsere Sachen für Erfurt zu packen. Ich räumte nebenbei auch Ls Zimmer und das Wohnzimmer auf. Dabei entdeckte ich zwei Drachen, die in den letzten Tagen offenbar bei uns eingezogen sein müssen. Ich ruhte mich danach noch aus in der Hoffnung, dass die Kopfschmerzen bis zur Abfahrt am Mittag nachlassen. L durfte auf dem Tablet spielen und etwas schauen. Einzige Bedingung meinerseits war, dass sie vorher eine Übung mit Minusaufgaben in der Anton App löst.



Gegen 13 Uhr begann ich, das Auto mit unseren Gepäckstücken zu beladen und den Müll zu entsorgen. Hierbei beobachtete mich eine süße Katze. Kurz vor halb zwei gab ich im Navi unsere Zieladresse ein und suchte das von L gewünschte Conni-Hörspiel heraus. Schon konnte die Fahrt losgehen. Auf den beiden Autobahnen war absolut nichts los. Wir kamen gut durch und parkten pünktlich 15 Uhr vor unserem ehemaligen Zuhause.

Gemeinsam mit C und A, unseren ehemaligen Vermietern, tranken wir Kaffee und Kakao und aßen die Hälfte des von mir gestern gebackenen Kuchens. Ich spürte nach einer Tasse Kaffee bereits, wie meine Kopfschmerzen allmählich schwächer wurden. Nach einer zweiten waren sie dann endlich völlig verschwunden. Ein Hoch auf das Koffein. Um den Snack, den L lieber als meinen Kuchen aß, nicht zu vergessen, verewigte ich ihn in einem Foto.


Die ersten zwei Stunden unseres fast vierstündigen Besuchs war L äußerst reserviert, sprach zu niemandem ein Wort und tat mit uns allen irgendwie dumm. Ich nutzte einfach dieses merkwürdige Verhalten und berichtete über alle Ereignisse, die sich nach Weihnachten zugetragen hatten. Als L schließlich auftaute, spielten wir gemeinsam mit C.
Bevor wir uns kurz vor 19 Uhr auf den Weg zu Ls Oma M machten, zeigte uns C unsere alte Wohnung, die frisch gemalert und an der ein oder anderen Stelle auch baulich verändert wurde. Der Durchgang zu Cs Büro, die Verbindungstür quasi, wurde entfernt. In zwei Räumen wurde zudem die Deckenhöhe herabgesetzt. Die kurze Besichtigung war sehr interessant. C meinte, sie bekommt in unserer alten Wohnung oft Flashbacks von M.
Kurz nach um sieben trudelten wir bei Ls Oma M ein und aßen Pizza zum Abendessen. Wir schauten anschließend gemeinsam auf der Couch einen von Ls Lieblingsfilmen. Den schwedischen Film „Monky“ finde ich persönlich eher traurig. Außer L, ihrer Oma und mir schauten auch zwei Esel mit. (Ls Oma liebt Esel.) Nach dem Film telefonierten wir ein paar Minuten mit Ls Tante M, machten uns anschließend bettfertig und lagen kurz nach halb zehn auf der Schlafcouch im Gästezimmer, unserem Quartier bis Mittwoch.




