#WMDEDGT Februar 2023

Alltagsschnipsel

Ich erwachte bereits um kurz nach halb acht. Obwohl ich noch unglaublich müde war, fand ich nicht mehr zurück in den Schlaf. Neben mir lag die seit Donnerstagabend kränkelnde L, der es schwer fiel, vernünftig durch die Nase zu atmen. Den ganzen Dezember über kämpften wir beide gegen mindestens zwei Erkältungsviren, waren erst am Jahresanfang wieder gesund und jetzt, nach nur einem Monat normalem Schul- und Arbeitsalltag, sind wir erneut leicht erkältet. Ich mag es nicht.

Nachdem auch L kurze Zeit später aufwachte, lasen wir kuschelnd im Bett die letzten drei Kapitel des siebten Abenteuers der Buchreihe “Die Schule der magischen Tiere“. 

L durfte anschließend je zwei Folgen von Petronella Apfelmus und Conni schauen, während ich uns in der Küche das Frühstück zubereitete. L wünschte sich nur Joghurt, Apfelmus und Smoothie. Ich kochte für uns beide zunächst eine große Kanne Tee, bereitete mir eine Tasse Schokocappuccino zu, ließ mithilfe des Thermomix’ den Obstsmoothie entstehen und schmierte mir ein Brot. Ich nahm noch je einen Tropfen der Vitamine B12 und D3 ein, ehe ich halb zehn mit dem fertigen Frühstückstablett zurück ins Schlafzimmer ging.

L und ich frühstückten das dritte (?) Mal in unserem Leben im Bett und schauten dabei ein paar Minuten vom ersten Harry Potter Film, den L gestern begonnen hatte. Ich spielte vor einer Weile mit dem Gedanken, ein Betttablett bzw. -tisch zu kaufen. Da Frühstück im Bett jedoch eher die Ausnahme bleiben soll und wir bereits das große lilafarbene Tablett besitzen, gewann am Ende die Vernunft und ich bestellte nichts.

Wegen Ls Blässe, Müdigkeit und Husten plante ich am Vormittag meine kommende, terminlich sehr volle Arbeitswoche um und informierte zwei Kollegen darüber, dass ich nicht nach Erfurt fahren werde. Und weil ich einmal so im Flow war, arbeitete ich noch zwei Stunden weiter. Ich bereitete mir sozusagen für die kommende Woche eine Freude, indem ich einige ToDos schon erledigte.

Zum Mittagessen waren wir eigentlich mit H, D und J verabredet. Da L krank ist, ich zumindest ein leichtes Halskratzen verspüre und sich D auch nicht fit fühlt, sagten wir das gemeinsame Treffen in der Stadt ab. Die beiden Männer gingen alleine indisch essen und schickten uns ein Foto von ihrem Beisammensein. Das nächste Mal klappt es bestimmt wieder in größerer Runde. 

Ich kochte für L mittags ein paar Nudeln, die mit grünem Pesto verfeinert wurden. Von ihrer Portion aß sie keine fünf Nudeln. Ich war noch satt vom Frühstück. 

L durfte nach dem Mittagessen eine Viertelstunde in die Badewanne gehen. Sie genoss sichtlich die Wärme des Wassers, freute sich über die Kräutergerüche des Erkältungsbads und hörte ein Hörspiel. Ich nutzte die paar Minuten und beendete die Arbeitstätigkeit, an der ich schon vor dem Mittagessen saß. Nach dem Baden kuschelten wir uns mit dem begonnenen Hörspiel ins Bett.

Kurz nach 15 Uhr trafen sich J, seine Eltern und ich nach einigen technischen Schwierigkeiten seitens Js Eltern in einem Zoom-Call. Die beiden wollen uns im Frühjahr in Leipzig besuchen kommen. Wir schauten gemeinsam nach einem passenden Wochenende und einigten uns auf eines Ende April. Die meiste Zeit des Calls fühlte ich mich nicht sonderlich wohl. Js Eltern stellten viele merkwürdige Fragen und versuchten, unser Gesagtes aus der Ferne heraus zu analysieren. Die Stimmung war zudem von Beginn an etwas gereizt. Ich hatte das Gefühl, an einem Verhör teilzunehmen.

Direkt nach diesem einstündigen Zoom-Call telefonierten L und ich fünf Minuten mit Ls Oma M, ehe wir es uns wieder im Bett gemütlich machten.

Zum Abendessen probierte ich eine neue vegane Salamipizza von Dr. Oetker. L knabberte zumindest ein wenig auf einem Stück herum. Mit einer Wärmflasche kuschelten wir uns wieder ins Bett. Ich las L das erste Kapitel in einem Buch von „Die drei !!!“ vor. Ich merkte am Schreibstil und Inhalt sehr deutlich, dass die Zielgruppe Mädchen im Teenageralter sind. L schien es trotzdem gefallen zu haben. Den restlichen Abend werden wir noch etwas fernsehen und lesen. Zudem warten meine Französischübungen auf Duolingo darauf, absolviert zu werden.

L wird zumindest den morgigen Tag noch bei mir zu Hause bleiben. Wir haben ausgemacht, dass wir von Tag zu Tag entscheiden, wann sie wieder schulfähig ist. Zum Glück sind ab 13. Februar Ferien.

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