Wochenendbesuch in Erfurt

Alltagsschnipsel

L und ich verbrachten eine Nacht dieses Wochenendes bei Ls Oma M in Erfurt. Anlass hierfür war ihr heutiger 65. Geburtstag. Im Vorfeld hatte ich überlegt, bereits am Freitag Nachmittag anzureisen, wollte mit L in den Samstag Vormittag dann aber lieber doch entspannt, gemütlich und in Ruhe starten.


Samstag, 21. Januar 2023


Nahezu pünktlich um halb eins trudelten L und ich am Mittag beim Seideneingang des Erfurter Hauptfriedhofes ein. Zu meiner großen Freude waren genug Parkmöglichkeiten vorhanden. (Normalerweise findet man hier keinen Platz für das Auto mehr, weshalb ich lieber auf den großen Parkplatz vor dem Haupteingang fahre.) Ls Opa D war bereits da und wartete auf uns. Gemeinsam liefen wir in der Winterlandschaft zu Ms Grab und tauschten auf dem kurzen Weg die wenigen Neuigkeiten, die es seit Weihnachten gab, aus. Wir entfernten einige Tannennadeln vom Grab und zündeten eine neue Kerze für M und seine Großeltern, die ebenfalls dort ruhen, an.


Bereits eine Stunde später waren wir bei Ls Oma M. Es war einfach zu kalt, um noch länger auf dem Friedhof zu verweilen, weshalb wir Ls Opa D halb zwei rum verabschiedeten. Wir aßen Pfannkuchen mit Apfelmus zum Mittag und spielten anschließend das Gesellschaftsspiel „Die Wandelnden Türme“. Das Spiel machte großen Spaß. Auch wenn es erst ab acht Jahren empfohlen wird, kam L gut zurecht und wusste genau, welche Spielzüge sie tätigen kann und sollte. Am Ende gewann sie sogar.


L und ich hatten nach dem Spiel schon wieder Hunger. L aß nochmals einen Pfannkuchen. M und ich genossen ein Stück Donauwelle. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal diesen leckeren Kuchen gegessen habe. Früher als Kind gehörte die Donauwelle mit zu meinen Lieblingskuchen.

Kurz vor 16 Uhr brachen wir überhastet auf in der Hoffnung, noch als Zuschauer in ein Puppentheaterstück für Kinder zu kommen. Da Oma M das neu gegründete Theater in der falschen Richtung glaubte und wir dorthin liefen, wurde daraus leider nichts. Es war bereits nach 16 Uhr, das Stück sollte um vier beginnen, und wir befanden uns mindestens einen Kilometer von diesem Theater entfernt. L war darüber etwas traurig. Wir liefen eine Runde um den Block und waren etwa zwanzig Minuten später wieder zu Hause. Wenigstens waren wir noch mal an der frischen Luft.

Oma M kramte ihre alten Handpuppen hervor. Gemeinsam mit L spielte sie Puppentheater, ehe es kurze Zeit später Abendessen gab.


Ein Blick aus Ms Schlafzimmerfenster zeigte eine dicke Schneeschicht auf sämtlichen Autos, der Straße und den Vorgärten. Es war ein wunderschöner Anblick.

Wir machten es uns alle auf der Couch gemütlich und schauten den Familienfilm „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. Halb zehn lagen L und ich im Bett. L schlief innerhalb weniger Minuten ein. Ich absolvierte noch ein paar Schwedisch-Übungen auf Duolingo und folgte L dann auch ins Traumland.


Sonntag, 22. Januar 2023


L erwachte heute schon um kurz nach sieben. Natürlich wurde ich gleich mit geweckt und dabei aus einem merkwürdigen, aber lustigen Traum gerissen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte immer noch sehr viel Schnee.

Eine Stunde später zog sich L an und ging zu ihrer Geburtstagsoma M ins Wohnzimmer, um mit ihr gemeinsam vor dem Fernseher Frühsport zu machen. Dann hielt es L nicht mehr aus und überreichte ihrer Oma unsere mitgebrachten Geschenke.

Nach einem kleinen Frühstück, welches ein halbes Dutzend Mal vom klingelnden Telefon unterbrochen wurde, spielten wir zu dritt „Wackelturm“.


Schon viertel nach elf fuhren wir zum Chinesischen Restaurant „Pavillon“ in der Weimarischen Straße. Hierhin lud uns das Geburtstagskind M zum Mittagsbuffet ab 11:30 Uhr ein. Ls Tante M, ihr Onkel S und ihr Cousin M waren ebenfalls eingeladen. Ich war hier noch nie essen und bewunderte zunächst das modern eingerichtete Lokal. Besondere Freude bei den Kindern riefen die beiden Bedienungsroboter hervor. Das Buffet war unglaublich vielfältig. Es gab für jeden Geschmack etwas zur Auswahl. Ich aß wie immer Reis mit Champignonsoße und Unmengen an Sushi. Zum Nachtisch gab es zwei Kugeln Eis für mich. Nach dem Essen war ich so satt wie schon lange nicht mehr. (Ein bisschen übel war mir auch.)


Nach dem leckeren Mittagessen fuhren L und ich zurück nach Markkleeberg und hörten dabei ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“. Unterwegs begann es wieder leicht zu schneien. Ich bewunderte einen Teil der Fahrt über den verschneiten Thüringer Wald. ❤ Viertel nach drei waren wir wieder zu Hause. Den restlichen Tag werden L und ich gemütlich ausklingen lassen.

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