12 von 12 im Januar

Alltagsschnipsel

Willkommen beim ersten 12 von 12 im neuen Jahr! Bei dieser seit Jahren bestehenden Aktion werden im Tagesverlauf am 12. eines Monats zwölf Bilder geknipst und abends im Blog gezeigt. Ich möchte in diesem Jahr unbedingt an jedem 12. daran teilnehmen und hoffe sehr, dass das klappt und mir nichts dazwischenkommt.

Aufgewacht bin ich heute durch das Klingeln meines Telefonweckers. Ich wurde wieder mitten aus dem Traum gerissen, hatte diesmal allerdings keine Probleme, in die Gänge zu kommen. Ich erinnerte mich sogar noch an die letzten Fetzen meines Traumes. J und ich saßen in einem griechischen Restaurant (ich war tatsächlich noch nie griechisch essen) und schauten uns zig Mal die Speisekarte auf der Suche nach veganen Speisen an. Ob wir fündig wurden oder was wir letztendlich bei der Kellnerin bestellten, erlebte ich leider nicht mehr. Ich trottete kurz ins Bad, um meine Zähne zu putzen und währenddessen für zwei Minuten einen Squat Hold zu machen, und knipste anschließend die Stehlampe im Schlafzimmer für die müde L an. Während L sich anzog, duschte ich und machte mich ebenfalls zurecht für den Tag.

Seit letzter Woche Freitag hat L eine neue, viel größere Brotdose mit drei Fächern. Eigentlich brauchten wir nicht noch eine Brotdose. Eigentlich. Aber L lag mir mehrere Tage damit in den Ohren, dass ihre Klassenkameradin L auch eine neue, bunte, aufklappbare und viel größere Brotdose mit zig Fächern bekommen hat. Gegen solch zahlreiche Argumente war ich natürlich machtlos. 😉 Ich holte Ls neue Brotdose aus dem sauberen Geschirrspüler heraus und bereitete ihr das Frühstück und Vesper für ihren Schultag vor. Nebenbei warf ich einen Blick auf das bereits geschlüpfte Einhorn, das auf unserem Küchentisch steht und allmählich wieder zu schrumpfen beginnt.


Wegen der morgendlichen Dunkelheit und den vielen Regenschauern können L und ich uns seit Tagen nicht motivieren, mit der S-Bahn zur Schule zu fahren. Wir nehmen stattdessen das Auto. Das hat den Vorteil, dass wir uns nicht abhetzen müssen und die Wohnung verlassen können, wenn wir soweit sind. Direkt vor der Schule stehen jedoch nicht genügend Parkplätze zur Verfügung. Ich parke das Auto deshalb auf dem in der Nähe befindlichen Parkplatz des Rewe Marktes. So machte ich es auch heute. Ich lief mit L gemeinsam zur Schule, verabschiedete sie und lief anschließend noch zehn Minuten in der Gegend herum. An meinen morgendlichen Mini-Spaziergang habe ich mich mittlerweile so gewöhnt, dass ich ihn auch nicht missen möchte, wenn wir mit dem Auto statt mit der S-Bahn fahren. Belohnt wurde ich mit einem schönen Sonnenaufgang.


Zu Hause angekommen, bereitete ich mir mein Frühstück vor, welches ich wie immer direkt am Arbeitsplatz einnahm. Ich esse im Moment morgens unglaublich gern Brot. Mein leckerer Schokocappuccino und eine volle Kanne Tee durften natürlich auch heute nicht fehlen. Ich nahm noch je einen Tropfen der Vitamine D3 und B12 ein und begann mit den ersten Aufgaben meines Arbeitstags.


Der Vormittag war sehr produktiv. Ich hatte Glück und erreichte nach sehr langer Zeit des Wartens meine Kollegin S, die für unseren Mutterkonzern arbeitet. Wir telefonierten eine Dreiviertelstunde lang und klärten dabei ein halbes Dutzend offener Fragen, die sich vor Weihnachten und Anfang Januar bei mir und meinem Kollegen/Freund M angesammelt hatten. Das war hinterher ein richtig gutes Gefühl. Die sich aus dem Telefonat ergebenden To Dos arbeitete ich direkt im Anschluss ab.

Unser Management Weekly, welches grundsätzlich jeden Donnerstag stattfindet, verlief ebenfalls zufriedenstellend. M brachte D auf den neuesten Stand und gab ihm Updates zu Informationen, die ich ihm letzte Woche erteilte. Ich hörte mit halbem Ohr zu und bestellte parallel einen Laptop und ein Display für einen neuen Kollegen, der ab Montag unser Team im Bereich Design unterstützen wird. Nach dem Weekly buchte ich Zugtickets für ein in der nächsten Woche anstehendes Kunden-/Kooperationsmeeting in Freiburg (Breisgau), an dem S und M teilnehmen werden.

Da mein Vorgehen bereits gestern gut funktionierte, nahm ich auch heute mit dem Mittagessen eine größere Menge an Kalorien zu mir. Ich erhoffe mir ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, sodass ich zum Abendessen nur eine Kleinigkeit benötige und mich nicht der Heißhunger auf alles Essbare, das sich in der Wohnung befindet, überkommt. Ich bereitete mir zwei Klöße, Apfelrotkraut und braune Bratensoße zu. Ich aß bewusst wieder am Küchentisch und nicht vor dem Rechner. Auch mein Telefon versuchte ich weitestgehend zu ignorieren. Nach dem leckeren Essen schnappte ich mir meinen diesjährigen Kalender „Ein guter Plan“, der mein Weihnachtsgeschenk an mich war, und brachte ihn innerhalb von fünf Minuten auf den aktuellen Stand. Danach ging es wieder an die Arbeit.


Am Nachmittag war ich mit J, der krank ins neue Jahr startete und definitiv noch nicht wieder fit ist, für einen kurzen Spaziergang verabredet. Wir trafen uns in der Nähe von Ls Schule, die donnerstags an einem Malkurs teilnimmt und erst eine Stunde später abgeholt werden kann, und erkundeten die Gegend rund um den Stadtteil Dölitz. Auf unseren Wegen trafen wir eine junge Katze. Mich erinnerten die Straßen und Häuser sehr an den Ortsteil Hochheim in Erfurt, in dem L und ich jahrelang wohnten. Ich werde in diesem Teil Leipzigs wieder spazieren gehen.


Ich nahm J nach unserem Spaziergang ein paar Meter mit dem Auto mit. Auf der dreiminütigen Fahrt bis zum Rewe Markt wäre er mir fast eingeschlafen. Wir verabschiedeten uns und ich huschte schnell in den Supermarkt, um gesunde und weniger gesunde Lebensmittel einzukaufen. Danach holte ich L von der Schule ab. Auf der Heimfahrt hörten wir ein Conni-Hörspiel und L aß die von mir für sie mitgebrachten Schokoerdbeeren.

Kurz vor 18 Uhr saßen L und ich bei einem anderen Conni-Hörspiel am Abendbrotstisch. Ich aß zwei neue vegane Sorten Onigiri. L wollte ein Pizzabaguette und ein Wurstbrot essen. Zuvor verschönerte sie unseren Kühlschrank mit einem neuen Kuscheltier. Während des Essens rief Ls Oma M an. Sie teilte uns mit, dass es ihr deutlich besser geht und ihre Lungenentzündung am Abklingen ist. Über diese positive Nachricht war ich sehr froh. Um sie stand es letzte Woche nicht gut. Eine Lungenentzündung ist und bleibt wirklich eine ernstzunehmende Erkrankung – gerade bei älteren Menschen. L und ich freuen uns, dass wir sie nächste Woche wie geplant zu ihrem Geburtstag besuchen und ein wenig mit ihr feiern können.


Bis zum Schlafengehen gegen 21 Uhr werden L und ich etwas fernsehen und (vor-)lesen. Meine heutigen Italienischübungen auf Duolingo werde ich auch noch absolvieren.

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