Freitag, 25. November 2022
Unser Wochenende begann mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes in Ls Schule. Gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin L und deren Mama zogen L und ich am Nachmittag durch das Schulhaus.
Zuerst holten sich gefühlt alle Kinder der Schule und ihre Begleiter Essen und Getränke im Speiseraum. Wir bildeten hier keine Ausnahme. Da ich noch satt vom leckeren Sushi Mittagsmenü, welches es im Rahmen unseres regelmäßigen Open Space Fridays auf Arbeit gab, war, trank ich nur einen Kinderpunsch, während die beiden Kinder Obst und Plätzchen verköstigten.
Die erste Bastelstation, bei der wir Halt machten, war im Hortraum von Ls Klasse. L und L bemalten, beklebten und verschönerten einen aus Holzstäben zusammengesetzten Weihnachtsbaum. Anschließend wurde L beim Kinderschminken auf eigenen Wunsch in einen Hasen verwandelt, der uns wenig später zwei Etagen weiter oben einen wunderschönen Adventskranz (für die Wohnungstür) gestaltete. Bei unserer letzten Station bastelte L einen weißen Stern aus zusammengeklebtem Butterbrotpapier.
Halb sechs am Abend sollte der schulische Weihnachtsmarkt enden. Kurz vor sechs fanden wir uns erneut im Speiseraum zum Pizza essen (ich war leider immer noch satt) ein. L und L aßen aber mit großem Appetit.




Viertel nach sechs verließen wir das Schulgebäude und machten uns auf den Weg zum Auto. Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich auch bei der Feuerschale mit dem Stockbrot und beim Kerzen ziehen vorbeischauen können. Das haben wir leider nicht geschafft.
Zu Hause angekommen, malte und schrieb L konzentriert vor sich hin, während ich den Einkauf ausräumte und noch kleine Dinge im Haushalt erledigte. Halb acht kuschelten wir uns unter die Bettdecke, schauten noch etwas fern (und erledigten die Schwedisch Übungen auf Duolingo), ehe es zwei Stunden später schlafen ging.
Samstag, 26. November 2022
Aufgewacht war ich bereits halb acht. L schlief noch eine ganze Stunde länger. Ehe wir gemeinsam frühstückten, las ich L noch ein Kapitel aus einem Band der Reihe “Die Schule der magischen Tiere” vor.
Nach dem Frühstück schnappte ich mir mein Buch “Ein guter Plan” und schrieb fleißig ein paar Momente auf, die ich in Zukunft nicht vergessen mag. Zwischendrin holte ich unsere Weihnachtsdekoration aus dem Keller und L begann, unsere Wohnung zu schmücken.

Es war bereits Mittagszeit, als ich unsere frisch gewaschene Kleidung aufhing. Mein Körper signalisierte mir, dass er dringend eine Pause brauchte, sodass ich mich zum Ausruhen ins Schlafzimmer verzog. L durfte derweil ein bisschen fernsehen.
Am Nachmittag bereitete ich mit Ls Hilfe Plätzchenteig vor. Das Ausstechen und Backen der Plätzchen überließ sie allerdings mir und kümmerte sich weiter um die Dekoration unserer Wohnung. Beim Verzieren der Plätzchen half L mir jedoch mit großer Begeisterung. Das machte ihr auch im vergangenen Jahr bereits den meisten Spaß. Ihre verzierten Plätzchen sind auch sehr schön geworden.

Weil ich sehr geschafft war, schlug ich L vor, Pizza zu bestellen. So ließen wir uns abends die Pizzen schmecken, die ich direkt von einem italienischen Restaurant bestellt hatte. L durfte bis zum Schlafengehen fernsehen, während ich bis kurz vor Mitternacht in einem sehr spannend geschriebenen Buch las und meine Müdigkeit ignorierte.

Sonntag, 27. November 2022
Spannende Bücher sind meine Hassliebe. Nach knapp sechs Stunden Schlaf war ich wieder wach und las zwei Stunden ungestört in meinem Buch weiter, ehe L erwachte.
Erst halb zehn frühstückten wir gemeinsam die restlichen Pizzastücke. Die erste Kerze auf unserem schönen, von meinem Papa selbstgebastelten Adventskranz leistete uns mit ihrem hellen Licht Gesellschaft.

Gemeinsam mit L dekorierte ich nach dem Frühstück die Wohnung fertig und schmückte den Weihnachtsbaum. Ich mag es, wenn der Baum viele Wochen vor Heiligabend geschmückt in der Wohnung steht und wir uns daran erfreuen können. In diesem Jahr kaufte ich für uns einen künstlichen Baum, der uns nun die nächsten Jahre durch die Advents- und Weihnachtszeit begleiten soll. Er sieht wie ein echter Baum aus und fühlt sich auch so an. Ich bin sehr zufrieden.
Da wir gestern nicht alle Plätzchen verziert hatten, widmeten wir uns mittags dem Rest. L half wieder sehr schön mit.



Als L etwas fernsah, las ich zuerst mein Buch aus und nahm dann ein Bad. Ich trug seit Freitagabend Schlafsachen und die Aktivitäten in den letzten Stunden hatten ihre Spuren hinterlassen.
Ich nähte anschließend die Träger an Ls Weihnachtsbeutel fest, da dieser uns unbedingt auf den Leipziger Weihnachtsmarkt begleiten sollte. Ich gebe zu, es war nur eine mittel gute Idee, am späten Nachmittag des ersten Advents den Weihnachtsmarkt zu besuchen. L und ich wurden mehr geschoben als dass wir selbst liefen. Zudem waren die schillernden Farben und Habseligkeiten an jedem zweiten Stand zu viel für L. Sie wollte alles haben. Das wurde mir sehr schnell zu anstrengend. Wir kauften uns Süßigkeiten, fuhren mit dem kleinsten Riesenrad der Welt, kauften den zehnten Schlüsselanhänger für L und fuhren dann mit der S-Bahn wieder nach Hause. Der nächste Besuch wird unter der Woche stattfinden und nicht am Wochenende.




Nun war L mit Baden an der Reihe. Ich bereitete in der Zeit unser Abendessen zu. Nach dem Essen kuschelten wir uns ins Bett und genossen die restliche ruhige Zeit unseres Adventssonntags.
