12 von 12 im November

Alltagsschnipsel

L und ich schliefen am heutigen Samstagmorgen aus und wachten erst Viertel nach acht oder wie wir sagen Viertel neun auf. Ich konnte ein wenig in meinem aktuellen Buch lesen, ehe ich L und Wolfi, dem Klassenmaskottchen, der gestern zu Ls großer Freude den Weg in ihren Schulrucksack fand, zwei Kapitel aus dem Buch „Die Schule der magischen Tiere“ vorlas. Wir sind momentan bei Band neun angekommen und fiebern wieder mit den Tieren und Kindern mit.

Gefrühstückt haben wir in Schlafsachen und bei Kerzenschein erst halb zehn. Den wolkenverhangenen Himmel fand ich richtig schön. Ich trank anschließend in Ruhe meinen heiß geliebten Schokocappuccino und trug die Ereignisse der letzten Woche in meinem Kalender „Ein guter Plan“ nach, während unser Staubsaugerroboter im Schlafzimmer für Sauberkeit sorgte. Zwischendrin klingelte die Postfrau und brachte zwei Pakete. In einem befand sich Js Geburtstagsgeschenk.


Wolfi soll ein schönes Wochenende bei uns verbringen und durfte uns in den Zoo begleiten. Ich bereitete ein Picknick für L und mich vor. Es wanderten unter anderem belegte Toastbrotscheiben und Obstsalat in den Rucksack. In unsere Thermoskannen füllte ich Zimtschnecken-Tee. Wir fuhren mittags mit der S-Bahn und der Tram zum Leipziger Zoo. Ich bin froh, vor zwei Monaten die Jahreskarten gekauft zu haben, denn so konnten wir heute ohne schlechtes Gewissen in Anbetracht der Uhrzeit und ohne Druck, etwas zu verpassen, unseren Aufenthalt genießen. Obwohl für mich heute die unglaublich liebevoll gestalteten zooeigenen Spielplätze Vorrang hatten, für die wir die letzten Male kaum Zeit fanden, schauten L und ich auch bei dem ein oder anderen Tier vorbei. Ich freute mich sehr, erstmals die Areale der Koalabären, Schneeleoparden und Katzenbären entdeckt zu haben. Dem Gondwanaland statteten wir ebenfalls einen Besuch ab und fuhren sogar mit dem Boot.


Am Nachmittag begaben wir uns in die Leipziger Innenstadt zum Petersbogen. Für die ein oder andere Überraschung brauchte ich noch Kleinigkeiten.

Erst Viertel nach fünf am frühen Abend waren L und ich wieder zu Hause. Ich bereitete gleich das Essen zu. L wünschte sich Nudeln mit Tomatensoße und ich aß drei Minipizzen und den restlichen Nudelauflauf, den L und ich vorgestern in Gedenken an M, der seinen 39. Geburtstag gefeiert hätte und Nudelauflauf sehr mochte, zubereitet hatten.


Den restlichen Abend werden wir nun fernsehend und (vor-)lesend, eingekuschelt unter unsere warmen Decken, im Bett ausklingen lassen. Morgen darf Wolfi uns ins Kino begleiten, ehe L ihn am Montag wieder in der Schule abgeben muss und über ihr Wochenende mit dem kleinen Wolf sprechen darf.

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