Unser Mama-L-Urlaub 7/7

Alltagsschnipsel

Wir waren heute um acht wach, kuschelten aber noch ein bisschen in meinem Bett. Eine Stunde später waren auch die beiden Kinder aus dem Nachbarbungalow da, um mit L zu spielen. Ich stand erst halb zehn auf, frühstückte in aller Ruhe und packte anschließend unsere Badesachen und etwas Proviant in meinen Rucksack. Als die Großeltern mit ihren Enkeln losfuhren, frühstückte L und durfte nebenbei ein paar Minuten fernsehen.

Zur frühen Mittagsstunde kamen auch L und ich am FKK-Strand Buchwalde an, den wir bereits gestern und am Montag besuchten. Das Wetter war viel besser als angesagt. Nach einer Portion Pommes entschied ich, im Senftenberger See baden zu gehen. Etwa fünf Minuten später war ich wieder draußen. Das Wasser war mir dann doch zu kalt. Den Kindern machte das aber wie immer nichts aus. 

L spricht sehr laut. Sie redet oft so laut, dass ich sie immer aus mehreren Metern Entfernung heraushöre. Offenbar fühlte sich eine andere Strandbesucherin von den drei Kindern bzw. deren Lautstärke beim Spielen gestört und sagte ihnen das auch mehrfach. Interessanterweise konnten die Großeltern und ich aus der Ferne beobachten, wie sie die Angelegenheit mit der Frau selbst klärten. Es ging alles gut aus.

Meinen täglichen Spaziergang machte ich mittags. Ich lief einen Teil des Radweges, freute mich über den Ausblick und entdeckte sogar Salamander (Eidechsen?) und Mäuse.


Als ich zum Strand zurückkehrte, merkte ich, dass es L ganz und gar nicht gefiel, dass ihre Freundin N auch hin und wieder etwas ohne sie machen wollte. Sie verfiel leider in eine Art „erpresserisches“ Verhalten, indem sie N sagte, dass sie heute nicht mehr mit ihr spielen würde, wenn sie jetzt schwimmen, rutschen oder was auch immer geht. Auch mir gegenüber zeigte sich L heute Nachmittag wieder von ihrer komischen Seite. Ich durfte mir anhören, dass sie lieber im Kinderheim leben will. (Ich wollte lediglich nicht mit ihr rutschen, weil mir das Wasser heute zu kalt war.) Im Endeffekt bestraft sich L mit solchen Aussagen nur selbst. Und keine zehn Minuten später kam sie bei N oder bei mir doch wieder angekrochen. L wird hoffentlich in der Schule lernen und verstehen, dass nicht immer alles nach ihrem Kopf gehen kann.

Am frühen Abend kehrten wir zu unserem Bungalow zurück. Nach dem Abendessen sprangen L und N noch mal in den Pool und schauten anschließend eine Serie auf dem Tablet. Ich machte meine zehntausend Schritte voll, räumte ein paar Dinge zusammen, da wir morgen halb zehn das Bungalow verlassen werden, las in meinem Buch, telefonierte mit Ls Tante und ihrer Oma und bekam Besuch vom Nachbarn U, der mir Zucchini-Kompott (sehr sehr lecker) zum Probieren vorbeibrachte und noch ein paar Schwänke aus seiner Jugend erzählte.

L und ich kuschelten uns kurz nach acht nach einem zweiten Abendbrot für L wieder auf die Couch und ließen den letzten Abend entspannt beim Film „Die Schneekönigin“ ausklingen. Es war ein sehr schöner Mama-L-Urlaub. ❤

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