Unser Morgen begann kurz vor um acht. L und ich waren beide ausgeschlafen. Wir machten es uns im Wohnzimmer gemütlich und aßen beim Fernsehen Frühstück. Ich bin froh, dass wir zu Hause kein lineares Fernsehen schauen. Bei jeder Werbung, die gezeigt wird, sagt L, dass sie jenes Spielzeug haben oder dieses Abenteuer erleben will. Zum Glück waren die Kinder des Bungalows neben unserem zeitig draußen, sodass L mit ihnen spielen konnte.
Um die Mittagszeit brachen alle in Richtung Badestrand Großkoschen am Senftenberger See auf. Dort entdeckten wir den wunderschönen Familienpark mit Unterkünften, Spielplätzen, Wasserrutsche, einem Zugang zum See, einem Campingplatz … Ich überlege, hier mit L im nächsten Jahr zu zelten. (Das ist das einzige, was ich mir leisten kann und will.) L schwamm wie eine Weltmeisterin und auch ich war dreimal im See baden. Der See ist wunderschön.






Als wir zum Auto zurückkehrten – ich parkte wie immer irgendwo – gab es ein saftiges Verwarngeld wegen Falschparkens in Höhe von vierzig Euro. Autsch. Aber ich bin selbst schuld daran. (Eindeutig gekennzeichnet war das Halteverbot allerdings nicht.) Ich hab mich nur sehr kurz darüber geärgert, was ich als gutes Zeichen werte. Dummerweise rammte ich auf dem Heimweg mit dem Dienstfahrzeug das Einfahrtstor. Jetzt befinden sich ein paar kleine Kratzer auf der rechten hinteren Autotür. Mäh. Dumm ist das vor allem deshalb, weil ich noch nicht weiß, ob ich das Fahrzeug über den November hinaus weiter nutzen will. Aber auch hierüber ärgerte ich mich nur kurz. Es gibt wahrlich schlimmeres als ein paar Kratzer auf einem Fahrzeug.
Ab halb fünf am Nachmittag spielten die Kinder und L auf dem Grundstück. Für mich bedeutete das ausruhen und lesen. Nach dem Abendessen zeigte uns die Vermieterin, die auf dem Grundstück vor unserem wohnt, all ihre Tiere: Fische, Hühner, Gänse, Truthennen/Puten, Hasen und ihren Hund. Die Kinder waren begeistert. Mir gab es Gelegenheit, unser seit zwei Stunden laufendes Wasser anzusprechen. Schnell war dieses Problem behoben, indem sie irgendetwas im Spülkasten wieder einsetzte.
Abends schauten L und ich auf dem Disney Channel den Film „Bärenbrüder“ bis zur zweiten Werbepause. Müde lagen wir anschließend in unseren Betten und machten das Licht nach dem Vorlesen eines Kapitels im Conni-Buch aus.
