Es ist vollbracht. Mit der Hilfe zahlreicher Helferleins sind L und ich gestern von Erfurt nach Markkleeberg umgezogen. Dass sich meine euphorische und optimistische Planung erheblich von der Praxis unterschied, merkte ich spätestens gestern Vormittag.
Bestellt hatte ich die Erfurt-Helfer um Viertel vor neun. Mein Kollege M klingelte jedoch bereits um acht Uhr und meinte, er konnte nicht später kommen. Zum Glück war ich eine Viertelstunde vor dem Klingeln aufgestanden und bereits angezogen. Er war so lieb und machte die Waschmaschine reisefertig, während J und ich in der Wohnung umher wuselten und hier und da restliche Dinge in Kisten und Müllsäcken verstauten. Mein Bruder kam mit dem Transporter Opel Movano um Viertel vor neun bei mir an. Mein Grundschul- und Orchesterfreund B traf mehr oder weniger zur gleichen Zeit ein. Wir begannen direkt, erste Möbel in den Transporter zu räumen … und stellten fest, dass wir definitiv ein zweites Mal nach Markkleeberg fahren müssen. Ich war wirklich überzeugt, dass es reicht, einmal zu fahren. Sooo viel war es ja gar nicht, glaubte ich bis zu diesem Zeitpunkt.
Als wir abfahrbereit waren, beschloss L, lieber in Erfurt bei K, M, C, A und U zu bleiben. Ich versicherte ihr, dass ich wirklich wieder nach Erfurt kommen und sie bei der zweiten Tour mitnehmen, es allerdings einige Stunden dauern würde. Das war für sie in Ordnung. So konnte sie mit K spielen, während wir anderen in Ruhe nach Markkleeberg und zurück fahren und die Möbel ausladen konnten.
Mittags waren wir nach anderthalbstündiger Fahrt das erste Mal in der neuen Wohnung in Markkleeberg. Neben meinem Bruder, meinem Kollegen M, J und mir halfen auch H und D beim Ausladen. Wir waren dadurch schnell fertig. Wir aßen bei Burger King Mittag und fuhren gut gesättigt nach Erfurt zurück.
Nachmittags um vier beluden wir den Transporter ein zweites Mal und stellten fest, dass wir auch gut und gerne noch ein drittes Mal hätten fahren können. Das zogen wir allerdings nicht weiter in Betracht. Wir waren alle schon zu sehr erschöpft. Ich werde in den nächsten Wochen, wenn ich in Erfurt bin, den Kofferraum vollpacken, und nach und nach den restlichen Kram nach Markkleeberg bringen. Zum Glück ist das möglich, weil C und A noch nicht wissen, was sie mit der nun leerstehenden Wohnung machen wollen.
Erst kurz nach halb acht am Abend waren wir alle, einschließlich L, wieder in Markkleeberg. H und D waren so lieb und brachten nach zuvor abgegebener Bestellung für jeden Pizza mit.
Wir räumten nach dem Essen ein zweites Mal den Transporter aus und stellten die Möbel nur noch irgendwo in der Wohnung ab. Lust hatte nämlich wirklich keiner mehr. Um 22 Uhr verabschiedeten sich mein Bruder und mein Kollege M. Die beiden waren die einzigen, die noch nach Erfurt zurückfahren mussten. Zum Glück kamen sie dort auch wieder gut an.


Ich hätte die Rückfahrt nicht mehr geschafft. Ich war müde, hatte Kopfschmerzen und wollte nur noch meine Ruhe haben. Mein Körper signalisierte mir bereits am Nachmittag auf der Fahrt zurück nach Erfurt, dass er gern eine Pause hätte. Das ging natürlich nicht.
Ls Zimmer war als einziger Raum der neuen Wohnung begehbar. Wir legten deshalb, nachdem sich auch die anderen Helferleins verabschiedet hatten, zwei Matratzen nebeneinander und schliefen innerhalb weniger Minuten ein.
Tausend Dank an meinen Bruder, der gestern vier Mal durch die Gegend fuhr und mir sogar die Transporterkosten schenkte! Tausend Dank an J, B, M, H und D, die beim Be- und/oder Entladen des Transporters mithalfen! Und tausend Dank an U, C und A, die L viele Stunden bei sich aufnahmen und ihr so den Umzugstag angenehm gestalteten.
