Ls sechster Geburtstag …

Alltagsschnipsel

… verlief so ganz anders als geplant! Aber Pläne sind bekanntlich dafür da, um über Bord geworfen zu werden, habe ich mal gehört.

Dabei fing der Tag sehr gut an. Um kurz vor sieben wachte ein sehr aufgeregtes Geburtstagskind auf und begab sich mit mir direkt auf den Weg zu ihrem Geschenketisch. Über alle meine Geschenke freute sie sich sehr, am meisten aber über das rote Kuscheltier. Den Hund Clifford wünschte sie sich bereits, seit wir den Kinofilm zusammen gesehen haben.


Um viertel nach acht ging L mit zahlreichen Paw Patrol Muffins und Knabbereien für alle Kinder ihrer Gruppe in den Kindergarten. Dort fand mit den Kindern und Erzieherinnen eine kleine Feier für sie statt. An einer halben Stunde Musikschule nahm sie ebenfalls teil.


Wegen leichter Halskratzen machte J am Vormittag einen Schnelltest, der leider positiv war. Da wir seit dem Freitag zusammen waren, machte ich ebenfalls einen Test. Auch dieser war innerhalb von Sekunden positiv, ein zweiter ebenfalls. Wir begaben uns direkt in eine Apotheke, um einen offiziellen Schnelltest machen zu lassen.

Als auch hier das Ergebnis bei uns beiden positiv war, kullerten bei mir ein paar Tränchen. Dieser Geburtstag sollte der erste seit zwei Jahren sein, der nicht von Covid-19 geprägt ist. Am Nachmittag sollten die Großeltern kommen. Mein Bruder und seine Freundin saßen bereits im Zug auf dem Weg nach Erfurt und wollten auch bei uns übernachten. Und am Samstag war die erste Kindergeburtstagsfeier geplant. Mir tat L, die noch nichts davon ahnte, unglaublich leid.

Ich sammelte L um 14 Uhr vom Kindergarten ein, teilte ihrer Erzieherin unsere Situation mit und sagte L, dass ich Corona habe. Wider Erwarten reagierte sie unglaublich erwachsen. Nachdem ich ihr versicherte, dass wir ihre Kindergeburtstagsfeier auf jeden Fall nachholen, sobald ich wieder gesund bin, war die Sache für sie erledigt.

Das Wetter war zum Glück frühlingswarm und sonnig. Keiner unserer Nachmittagsgäste ließ sich von unseren positiven Schnelltests abschrecken. Alle schienen auf ihre Booser-Impfung zu vertrauen. Ausschließlich draußen, mit meterweiten Abständen zwischen den Gartenstühlen, zwei maskentragenden Menschen (J und ich) und einem negativen Schnelltest bei L bekam das Geburtstagskind ihren Besuch. Mein Bruder und seine Freundin übernachteten aber sicherheitshalber in einem Hotel.

Ich bin meiner Familie sehr dankbar, dass sie L diesen schönen Nachmittag bereitet und sich wissentlich in die Gefahrenzone begeben haben. Es fühlte sich wie ein „normaler“ Geburtstagsbesuch an. ❤

Abends futterten J, L und ich den von meiner Mama zubereiteten Kartoffel- und Nudelsalat mit veganen Würstchen und ließen den Geburtstag mit dem geschenkten Neinhorn-Kartenspiel ausklingen.

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