Die gestrige Einschlafbegleitung führte das zweite oder sogar schon dritte Mal in dieser Woche ins Leere. L und ich lagen gemeinsam in ihrem Bett. L schlief irgendwann zwar ein, hatte allerdings so einen leichten Schlaf, dass sie sofort aufwachte, als ich gegen 23 Uhr versuchte, mich aus ihrem Zimmer zu schleichen. Ich nahm sie also mit hinüber in mein Schlafzimmer. Dort ist einfach mehr Platz. Wir schliefen beide direkt weiter. Auch wenn es mich hin und wieder nervt, auch abends keine Stunde für mich zu haben, weiß ich doch, dass es sich hierbei nur um eine Phase handeln kann und sie mich irgendwann zum Einschlafen nicht mehr braucht.
Unsere Nacht wurde kurz nach halb acht von L für beendet erklärt. Wir waren überrascht, wie hell es bereits war, und freuten uns sehr über den Sonnenschein. Kuschelnd lauschten wir einem Miraculous-Hörspiel.


Dann war es für uns aber höchste Zeit aufzustehen, denn wir waren halb elf bereits verabredet. Während L mit ihren Inline Skates durch die Wohnung sauste, bereitete ich unser Frühstück und ein kleines Picknick für unterwegs vor. Im sonnigen Wintergarten bei einem Sandelholz-Räucherstäbchen ließen wir uns unser Essen schmecken. Beim Abräumen entdeckte ich bei einigen Zweigen aus unserem Garten erste Blüten. Es wird allmählich Frühling.




Ein paar Minuten nach halb elf trudelten L und ich bei C und M ein. C hatte heute Geburtstag. Erst gestern beim Eis essen mit den Kindern beschlossen wir, ihren Geburtstag heute zumindest ein kleines bisschen zu feiern. Leider ist Ms Vater äußerst unzuverlässig und auch nur wenig bis gar nicht an seinem Sohn interessiert. Aus diesem Grund hat C kaum Zeit für sich, sondern kümmert sich überwiegend alleine um M. In was für einer merkwürdigen Welt wir doch leben, in der es immer noch selbstverständlich ist, dass die Mutter eines Kindes für alles verantwortlich und zuständig ist. (Ich kenne zum Glück auch Ausnahmen. Aber: Es sind nur Ausnahmen. Leider.)
Wir fuhren eine halbe Stunde mit dem Auto nach Bad Langensalza. Dort steuerten wir auf die Rumpelburg, dem einzigen derzeit geöffneten Indoor-Spielplatz Thüringens, zu. Wir ließen L und M sechs Stunden im Innen- und Außenbereich toben, futterten mittags gemeinsam Pizza und genossen, dass unsere Kinder beschäftigt waren und wir nichts weiter tun brauchten.






Um halb sechs verließen wir Bad Langensalza. Wir fuhren erst C und M nach Hause, ehe L und ich bei einem Miraculous-Hörspiel die zehnminütige Fahrt bis zu uns antraten.
L aß abends noch ihre restlichen zwei Pizzastücke auf (ich war noch so satt) und schaute mit mir gemeinsam den halben Film Arielle Teil 2 und zwei Folgen Miraculous. Halb neun wanderten wir in Ls Bett. Ich absolvierte ein paar Französisch-Übungen über Duolingo und schaute Downton Abbey weiter. L schlief recht schnell ein. Ich wechselte halb zehn in mein Schlafzimmer rüber und hatte zumindest anderthalb Stunden Ruhe für mich, ehe eine verschlafene L in der Tür stand und sich unter meine Bettdecke kuschelte.
