Das mit Abstand ereignisreichste Wochenende im Februar war vermutlich dieses. Und da mein Ziel ist, wenigstens ein Wochenende pro Monat festzuhalten, entstanden die folgenden Zeilen.
Freitag, 4. Februar 2022
Das Wochenende begann für L und mich wieder um 15 Uhr. Wie bereits am vergangenen Freitag fuhren wir einkaufen. L war sehr lieb und wir kamen ohne Schrei- und Wutanfälle durch den Supermarkt. So darf das sehr gerne für immer sein. Zu Hause angekommen, verräumte ich den Einkauf. L zog sich ihre Inline Skates an und fuhr als „Valentino“ durch die Wohnung. Ich übernahm die Rolle der „Conni“ und brauchte nur hin und wieder von ihr vorgesagte Sätze nachplappern. Ich knetete Teig für ein kleines Brot, ließ die Bettwäsche, die mein Bruder und seine Freundin J bis Donnerstag benutzen, waschen und hing sie später auf.
L durfte am frühen Abend einen der vielen Bibi & Tina Filme zu Ende schauen. Ich nutzte die Zeit und sortierte für ein kleines Projekt vorhandene und neu eingetroffene Sticker. Da L hungrig war, bereitete ich zunächst unser Abendessen zu, futterte entspannt mit ihr und machte mich anschließend an die Umsetzung. Vor zig Jahren kaufte ich – bei Nanu Nana denke ich – drei kleine Leinwände. Die Motive gefallen mir jedoch nicht mehr so gut. Wegschmeißen möchte ich die Leinwände aber auch nicht. Deshalb hatte ich die Idee, das ursprüngliche Motiv mit Stickern zu verschiedenen Themen zu überkleben. Das neue Bild ist wirklich ein wenig „wild“ geworden. Mir gefällt es aber total. Es passt zu mir. Die anderen beiden werden demnächst auch „wild“ werden.



Am Abend passierte nicht mehr viel. Das kleine Brot ist okay, aber nicht so knusprig und fluffig geworden wie das von letzter Woche. L und ich schauten noch gemeinsam bei einer kleinen Schüssel Popcorn fern. Als L gegen halb zehn schlief, stürmte und regnete es draußen ziemlich heftig. Ich absolvierte meine täglichen Sprachübungen und schaute anderthalb Folgen der Serie Downton Abbey weiter. Gegen 23 Uhr ging ich schließlich auch ins Bett.
Samstag, 5. Februar 2022
Unser Tag begann kurz nach um acht. L und ich waren beide ausgeschlafen. Wir kuschelten noch ein wenig im Bett und hörten nebenbei ein Conni-Hörspiel. Da wir um elf verabredet waren, standen wir gegen um neun auf. Ich bereitete sowohl das Frühstück als auch ein kleines Picknick für unterwegs vor. Nach unserem gemütlichen Frühstück im Wintergarten bei Sonnenschein absolvierte ich ein paar Sprachübungen, ehe wir uns anzogen und um kurz nach halb elf das Haus verließen. Wir fuhren wenige Meter mit dem Auto und liefen die restliche Strecke bis zum EGA-Park.
Um kurz nach elf trudelte Ls Kindergartenfreund K mit seiner Mama ein. Und nur wenige Sekunden später kam Ls ehemaliger Kindergartenfreund Y mit seinen Eltern. Y zog im Herbst 2020 von Erfurt in den Landkreis Sömmerda. K, L und Y waren zwei Jahre lang die besten Freunde. Aus diesem Grund treffen wir uns alle in unregelmäßigen Abständen und lassen die Kinder auch außerhalb des Kindergartens miteinander spielen. Alle Kinder freuten sich riesig und waren sehr aufgeregt. Wir betraten das EGA-Gelände und steuerten den Spielplatz an.




Während die Kinder miteinander spielten, herumrannten und irgendwo auf dem Spielplatz ihr „Kinder-Picknick“ veranstalteten, tauschten wir Eltern uns über die aktuellen Ereignisse in unseren jeweiligen Leben aus. Das war sehr schön. Dank der strahlenden Sonne am Himmel war es eine zeitlang auch angenehm warm. Über drei Stunden später waren wir Eltern dann doch durchgefroren und begaben uns allmählich auf den Nachhauseweg. Da L Ende März Geburtstag hat, wird das nächste Wiedersehen mit Y nicht wieder fast ein halbes Jahr auf sich warten lassen.
L und ich fuhren nicht auf direktem Weg nach Hause. Wir hielten noch mal im Edeka für einen Minieinkauf. (Ich habe gestern im Netto nicht alles bekommen, was ich wollte.) Außerdem hatte Ks Mama Mentos dabei. Das wollte L auch haben. Zu meiner großen Freude gab es im Edeka endlich mal wieder Edamame. Eine von drei gekauften Packungen bereitete ich gleich zu Hause für L und mich „als kleinen Snack“ zu. Mmhhh … die sind sooo lecker. 🙂
Vom langen Aufenthalt an der frischen Luft war ich am frühen Abend ein wenig müde. Ich ließ die Waschmaschine „nur“ noch drei Wäscheladungen waschen, hing diese auf und entspannte ansonsten und tat nichts (sinnvolles) mehr. L schlüpfte nochmals in die Rolle des „Valentino“, der auf Inline Skates durch die Wohnung fuhr. Ebenso spielten wir mit zwei Puppen dasselbe Rollenspiel wie immer.
Abends futterte L vier kleine Piccolinis Pizzen. Gemeinsam mit ein wenig Popcorn schauten L und ich „Hotel Transilvannien Teil 1“. Um acht lagen wir ihm Bett und blätterten durch die aktuelle Feuerwehrmann Sam Zeitschrift, die L mir im Edeka aus dem Kreuz geleiert hatte. Während L versuchte einzuschlafen, absolvierte ich nochmals ein paar Duolingo-Übungen und beendete die vierte Staffel der Serie Downton Abbey. Um 23 Uhr knipste ich das Licht aus.
Sonntag, 6. Februar 2022
Aufgewacht sind L und ich heute zehn nach halb acht. Wir waren ausgeschlafen, standen aber wieder nicht sofort auf, sondern hörten aneinander gekuschelt ein neues Conni-Hörspiel. Und in dieser Folge tauchte doch tatsächlich ein Junge namens Valentino auf. Jetzt weiß ich auch, woher L diesen Namen kennt. 🙂 Um neun standen wir auf. L schleppte zwei ihrer Puppen in die Küche und spielte mit mir, während ich unser Frühstück zubereitete.
Nach dem Frühstück hatte ich Zeit und Lust (und ein sehr großes schlechtes Gewissen), um T endlich auf ihre letzte lange Nachricht zu antworten. Es lagen viele Monate zwischen ihrer Nachricht und meiner Antwort. Das tut mir sehr leid. Es wirkt sicherlich so, als würde ich mir keine Zeit dafür nehmen wollen. Das stimmt aber nicht. Ich werde in Zukunft versuchen, schneller zu antworten und meine Ausrede „Ich möchte ihre Nachricht nicht nebenbei beantworten“ Ausrede sein lassen. Ich bin gespannt, ob das funktioniert. Während ich also vor dem Laptop saß und fleißig tippte, spielte L mit einigen Apps auf dem Tablet herum.
Um elf war es Zeit, sich anzuziehen und kurz ins Bad zu gehen. Halb zwölf war ich in der Innenstadt zur Abholung von vierzig Umzugskartons verabredet. Ich bin im Nachhinein froh, nicht die angebotenen sechzig Kartons genommen zu haben. Ich brauchte eine Weile, um alle vierzig Kartons im Auto zu verstauen. Hätte ich früher geschaltet, wie viel Platz die Umzugskartons benötigen, hätte ich die Rücksitzbank umgelegt. L saß auf dem Rückweg neben mir auf dem Beifahrersitz und die Kartons waren aufgeteilt auf Kofferraum und Rücksitzbank.


Zu Hause begann ich nach dem Ausräumen der vierzig Umzugskartons, Bild zwei von drei mit Stickern zu bekleben. Mir gefällt auch dieses Ergebnis sehr gut. Es ist auf jeden Fall … mal was anderes. 🙂 (Ich fühle mich wie ein Teenager.)


Nach dem Mittagessen (es gab Nudeln, die aussahen wie Reis, mit Tomatensoße) spielte ich Duolingo. Um wenigstens ein wenig Sport zu machen, begann ich mit einem Programm, ausgelegt für dreißig Tage, von Darebee. Diese Übungen absolvierte ich bereits vor fast zwei Jahren und hatte damals viel Spaß dabei.

Frisch geduscht ging ich mit L um halb vier nach oben zu C und A. Sie hatten uns am Freitag Nachmittag zu Kuchen und Kaffee bzw. Kakao eingeladen. Nach dem Vesper spielten wir mit C Wackelturm und verstecken und kneteten anschließend zu viert ein wenig vor uns hin. Ich schaute mir zahlreiche Fotos vom Baufortschritt der albanischen Häuser an. L war überrascht und fragte, weshalb im Haus so viel Stroh sei. Wir erklärten ihr, dass das Haus überwiegend aus Stroh besteht und zeigten ihr aber auch die ein oder andere Steinwand. Das faszinierte sie.
Erst halb sieben gingen wir wieder in unsere Wohnung. L schickte ich gleich in die Badewanne. Heute hatte sie richtig viel Spaß und probierte im Wasser allerlei Dinge aus. Dafür, dass es die ganze Zeit über platschte und spritzte, war das Badezimmer im Nachhinein weniger geflutet als erwartet. Ausnahmsweise gab es heute ein kleines Abendessen (wir hatten nicht wirklich Hunger) beim Fernsehen.
Um viertel nach acht verkrümelten wir uns ins Bett und lasen noch ein kleines Buch. Als L schlief, ging ich hinüber in mein Schlafzimmer und schaute meine aktuelle Folge von Downton Abbey weiter.
