Freitag, 28. Januar 2022
Mein Wochenende begann bereits um 14:30 Uhr nach einem schönen, entspannten Open Space Friday, den wir leider aufgrund der Pandemie schon wieder teilremote stattfinden lassen mussten. Geplant war ursprünglich eine zweitägige “Global Game Jam”. Diese macht allerdings nur vor Ort mit allen im Büro Spaß. Wir werden dieses Event im Frühjahr oder Sommer nachholen, wenn sich die Inzidenzwerte beruhigt haben.
Kurz vor drei holte ich die leicht verschnupfte L aus dem Kindergarten ab und fuhr mit ihr einkaufen. Das verlief ohne Schrei- und Wutanfälle von L, sodass wir zügig durch die Regale kamen und den Supermarkt schnell verlassen konnten.
Während ich zu Hause den Einkauf verräumte, zweimal Wäsche waschen ließ und aufhängte und neues Müsli selbst herstellte, durfte L den Film Hotel Transsilvanien Teil 4 zu Ende und ein paar Folgen Paw Patrol schauen. Dabei futterte sie ziemlich viel. (In den letzten Tagen hatte sie kaum Appetit.)
Am Abend saßen wir gemeinsam im Esszimmer. Ich fand nach Monaten endlich die Gelegenheit, in einem Buch, das L einmal von mir geschenkt bekommen soll, weiterzuarbeiten. L probierte einige Lernapps auf dem iPad aus. Hunger auf Abendessen hatten wir beide nicht.
Halb neun ging es ab in Richtung Bett. Ich las L einige Seiten aus dem Buch König der Löwen vor. Während L versuchte einzuschlafen, machte ich ein paar Duolingo-Übungen (diese Woche lerne ich italienisch) und schaute eine halbe Folge der Serie Downton Abbey weiter. Um zehn, als L schlief, schlich ich mich in mein Schlafzimmer, machte jedoch auch nichts Weltbewegendes mehr.
Samstag, 29. Januar 2022
L und ich wollten ausschlafen. Ausschlafen hieß im Konkreten, dass L bereits zehn nach halb acht wach war. (Sie muss in der Nacht zu mir ins Schlafzimmer gewechselt sein. Ich habe daran wie sooft keine Erinnerung mehr.) Ich hätte gern mit ihr gekuschelt und ein Conni-Hörspiel oder dergleichen gehört. Doch wie an nahezu jedem Morgen, an dem es nicht in den Kindergarten geht, ist L komisch, legt sich gern auf den kalten Fußboden, um sich (mich?) mit dem Auskühlen ihres Körpers zu bestrafen und/oder stapft grundlos beleidigt in ihr Kinderzimmer und knallt die Tür zu. Jeden freien Morgen. Es nervt. Ich verstehe es nicht. Ich mag es nicht. (Das ist ein Verhalten, welches ich bei der Kinderpsychologin ansprechen will und werde.)
Nach wenigen Minuten kam L mit einem Buch wieder ins Schlafzimmer zurück, verhielt sich normal, ließ sich knuddeln und alles Merkwürdige zuvor war vergessen. Wir lasen im Buch König der Löwen weiter. L kramte irgendwann zwei Hasenkuscheltiere hervor und spielte mit mir Kindergarten. (Ich war die Erzieherin.) Ich nutzte das Spiel, bei dem ich eher eine passive Rolle innehatte, für ein paar Duolingo-Übungen.


Kurz nach neun stand ich auf und bereitete das Frühstück vor. Vom Esszimmer aus konnten L und ich wenig später das Postauto sehen und die zwei Postbotinnen beobachten, wie sie zwei kleine Päckchen auf die Mülltonnen legten. L war voller Vorfreude, erwarten wir doch neue Hausschuhe für den Kindergarten. Wir brachten nach dem Frühstück den Müll raus und nahmen die Päckchen mit herein. Eines war nicht für uns, sondern für C. Doch in dem zweiten befand sich Ls Kostüm für das diesjährige Faschingsfest im Kindergarten. (L möchte ein Schmetterling sein.) Ihre Freude war natürlich groß und sie wollte das Kostüm gleich anprobieren. Es passte und hinterließ ordentlich Glitzer in sämtlichen Räumen unserer Wohnung. 😉
Ich arbeitete weiter an dem Buch, das ich L an ihrem 18. Geburtstag schenken möchte. War ich am Freitag noch zwei Lebensjahre im Rückstand, bin ich nun wieder auf dem aktuellen Stand. Darüber freute ich mich wirklich sehr, schiebe ich doch dieses Projekt schon seit Monaten vor mir her. L durfte in der Zeit Lernapps auf dem Tablet ausprobieren und eine Dreiviertelstunde fernsehen.




Unser Brot stelle ich seit einigen Wochen selbst her. So auch gestern. Ich bin mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden. Die Rinde ist nicht zu hart, sondern knusprig geworden. Dieses Rezept werde ich mir merken, denn auch L aß mit großem Appetit.
Am frühen Nachmittag brachten L und ich mit dem Bollerwagen unsere Glasflaschen zu den Glascontainern. Mir tat der halbstündige Spaziergang bei den milden Temperaturen richtig gut.



Um unseren Keller bis zum Umzug von Unrat zu befreien, holte ich mehrere Kisten mit zu klein gewordenen Kindersachen hinauf und sah sie gemeinsam mit L durch. Wir sortierten die Kleidungsstücke in drei Stapel: Verschenken an ein Baby, Kleiderspende sowie Müll aufgrund von Flecken und zu großen Löchern.
Zum Abendessen gab es unser leckeres, frisches Brot. Danach hatten L und ich etwas schönes vor. Wir machten es uns auf der Couch mit Unmengen von Popcorn, das wir frisch in der Mikrowelle zubereiteten, gemütlich und schauten gemeinsam den Film Hotel Transsilvanien Teil 2.
Ich brachte L kurz vor halb neun in ihr Bett im Kinderzimmer, legte mich dazu, las ihr einige Seiten aus dem Buch König der Löwen vor und wartete beim Duolingo spielen und Schauen einer halben Folge Downton Abbey darauf, dass L einschlief. Gegen halb zehn schlich ich mich aus Ls Zimmer und ging in mein Schlafzimmer rüber. Ich durchsuchte die eBay-Kleinanzeigen-App nach neuen Wohnungsinseraten, freute mich, dass erste Angebote für den Juni 2022 enthalten waren, und machte viertel nach elf das Licht aus.
Sonntag, 30. Januar 2022
Geweckt wurde ich erneut um zehn nach halb acht. Ich hätte gern noch ein bisschen länger geschlafen. Im Gegensatz zu gestern Morgen war Ls Laune deutlich besser. Sie kuschelte sich neben mich und wir hörten gemeinsam ein Conny-Hörspiel.
Beim Frühstück hörten wir ein paar Biene Maja-Hörspiele, ließen uns wieder das frische Brot schmecken und schauten den Bäumen beim Kampf gegen den starken Wind zu. Vormittags bereitete ich schon unser Abendessen (Ofengemüse) vor und machte nebenbei squats, pushups, v-ups, russian twists und side leg raises. Im Anschluss dehnte ich mich eine halbe Stunde. Das tat gut. Ich muss auf der rechten Seite im Lendenbereich blockiert oder verspannt oder beides sein, denn bei einer Übung hatte ich Schmerzen bei der Ausführung und sah ein paar Sterne vor den Augen. Das werde ich nächste Woche bei meiner Physiotherapie ansprechen. Das erinnerte mich wieder daran, dass ich bei einem Orthopäden einen Termin vereinbaren wollte.


Nach dem Duschen fuhren L und ich zur Kleiderspende und anschließend in Richtung Kino. Wir parkten am Hirschgarten und liefen fünf Minuten bis zum Kinoklub. Dort trafen wir Ls Oma und sahen uns gemeinsam den Film „Lauras Stern“ an. Statt Popcorn gab es dort Salzstangen, statt zuckersüßer Limonade Bionade. L fand beides toll. Nach dem Kinofilm besuchten wir gemeinsam mit Ls Oma, ihrer Freundin und deren Enkeltochter den Spielplatz am Hirschgarten. Als der Wind zurückkehrte und ich allmählich erfror, fuhren L und ich nach Hause zurück.

L nahm ein Bad, während ich ein paar italienische Übungen auf Duolingo absolvierte. Als wir gemeinsam Abendbrot essen wollten, stellte L fest, dass es Ofengemüse gibt. Schon wieder, wie sie sagte. Sie hatte darauf keinen Appetit und futterte stattdessen zwei Toastscheiben mit Margarine und Käse. (Nur gut, dass sie mir am Vormittag sagte, ich solle uns für den Abend Ofengemüse zubereiten. Wenigstens habe ich nun Mittagessen für zwei Arbeitstage.)
Gegen um sieben schauten wir gemeinsam den Film „Hotel Transsilvanien Teil 2“. (Ja, genau denselben Film wie gestern Abend.) Anschließend brachte ich L ins Bett, las ihr weiter im Buch König der Löwen vor und schaute Downton Abbey während der Einschlafbegleitung weiter. Als L schlief, ging ich hinüber in mein Schlafzimmer und stellte diesen Post fertig.
