Stockbrot & Lagerfeuer

Alltagsschnipsel

Ja, wir leben noch! Und L und mir geht es zudem auch sehr gut. 🙂 Obwohl ich zu keiner Zeit eine (so lange) Blogpause geplant hatte, tat sie mir gut und entfachte wieder den Wunsch, regelmäßiger unsere Erlebnisse bzw. vielmehr unseren Alltag festzuhalten.

Da Dank Corona auch in diesem Jahr keine öffentlichen Maifeuer stattfinden durften, beschloss ich Anfang der Woche, dass wir in unserem Garten einfach selbst eines entzünden. Ich fragte C und ihren Sohn M, ob sie am heutigen Abend bereits verplant seien. Das waren sie nicht.

Ich holte L nachmittags vom Kindergarten ab (ja, ich habe wieder das unverschämt große Glück, die Notbetreuung in Anspruch nehmen zu dürfen) und wurde von ihr mit nur so mittelguter Laune begrüßt. Zu Hause fuhr sie eine Weile mit ihrem Fahrrad herum, während ich den Teig für das Stockbrot zubereitete. Gerade als ich den Teig in den (kalten) Backofen stellte, damit die Hefe aufgehen kann, kamen C und M.

Wir liefen mit den beiden aufgedrehten Kindern in den Park, besuchten kurz den Spielplatz und warfen unten an der Gera Steine ins Wasser. Halb sechs machten wir uns allmählich auf den Heimweg. Die Kinder waren bereits spürbar ausgeglichener.

Zu Hause verzogen sich M und L gleich in Ls Kinderzimmer. C und ich teilten derweil in der Küche den Teig in circa zwanzig Portionen. Aus diesen Portionen formten wir schlangenartige Gebilde, die wir den Abend über um unsere Stöcke wickelten. Eine Tüte Marshmallows gab es auch.

Als unsere Vermieter C und A vom Einkaufen zurückkehrten, war A so lieb und machte für uns das Feuer an. (Wir hatten wohl ein wenig getrödelt.) Gemeinsam mit C standen wir zu dritt drei Stunden vor der Feuerschale, hielten abwechselnd Stöcke mit Brot oder Marshmallow verschönert übers Feuer und unterhielten uns über Gott und die Welt. Die Kinder tobten ohne Pause im Garten herum und ließen sich nur bei uns blicken, wenn sie hungrig oder durstig waren oder kurzzeitig Lust hatten, selbst einen Stock über das Feuer zu halten.


Kurz vor 21 Uhr machte sich C mit M auf den Heimweg. L und ich räumten das Nötigste auf und verkrümelten uns ebenfalls in die Wohnung. Es war ein wunderbarer Abend. 🙂

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