Tagebuch – 15. bis 17. März 2021

Alltagsschnipsel

Seit dem Wochenende hat L wieder sehr große Freude an ihrer Kinderkamera. Sie läuft durch die Wohnung und fotografiert alles, was ihr vor die Linse kommt. Einige Fotos sehen richtig gut aus, auf anderen ist ihr Finger zu sehen und wieder andere sind verschwommen. Ich zeigte ihr, wie sie die Kamera richtig hält, um noch bessere Fotos machen zu können, und erklärte ihr, dass sie bitte keine Fotos von mir unter der Dusche machen soll. 😉

Irgendwie verdrängt hatte ich die Tatsache, dass ich L nicht erst im Dezember, sondern bereits bis Mai diesen Jahres für eine Schule anmelden muss. Ich warte nun erstmal auf das entsprechende Schreiben der Behörde, welches angeblich im Laufe des Aprils eintrudeln soll. L werde ich vermutlich in unsere „Dorf“-Schule schicken. Diese ist seit drei Jahren eine Gemeinschaftsschule. L kann somit jeden Abschluss erlangen, den sie möchte. Das finde ich ziemlich nice. Ebenfalls erhoffe ich mir, dass ein Großteil ihrer Freunde, die sie noch finden muss, ebenfalls in unserer Nähe wohnen werden und sie sich nachmittags oft verabreden kann.

Was in den letzten drei Tagen schön war:

Telefonat mit J.
In meiner Mittagspause und darüber hinaus telefonierte ich mit meiner Freundin J (aus Dresden). Während wir die letzten Tage auswerteten, arbeitete ich nebenher ein paar Kleinigkeiten ab, über die ich nicht allzu viel nachdenken brauchte. Sowas mag ich sehr. Es gibt mir das Gefühl, nicht allein im Büro zu sitzen. J hat mich ein bisschen angefixt. Sobald ich abends wieder über mehr Freizeit verfüge, möchte ich unbedingt mit ihr und zwei oder drei anderen zocken.

Hochbett.
Seit seeehr vielen Monaten wünscht sich L, dass ihr Bett in ein Hochbett umgebaut wird. (Wir haben damals extra so ein Bett gekauft, bei dem das problemlos möglich ist.) J und ich wollten diese Umbauaktion heute gemeinsam mit ihr machen, entschieden gestern Abend aber spontan, es ohne sie in Angriff zu nehmen. Als ich L heute Nachmittag aus dem Kindergarten abholte, verriet ich ihr nicht, dass ihr Bett bereits zum Hochbett umgebaut wurde. Sie freute sich unendlich doll, als sie kurze Zeit darauf ihr umgebauten Bett sah. ❤ (Jetzt muss sie nachts nur noch darin schlafen.)


Zwei-/Dreisamkeit.
Gestern holte Ms Mama L vom Kindergarten ab. L übernachtete auch wieder bei ihrer Oma. Ich hatte J zu Besuch. Wir bereiteten ein super leckeres Abendessen zu, bauten Ls Bett um und unterhielten uns vergleichsweise viel über alle möglichen Dinge. Das war ein sehr schöner Abend.
Heute sprang L mit herum. Seitdem sie J sagte, dass sie ihn lieb hat, sucht sie gezielt seine Nähe und bezieht ihn in ihre Spiele mit ein. Kurz gesagt: Die beiden verstehen sich mittlerweile wirklich gut. 🙂 Am Nachmittag waren L und ich auf dem Spielplatz, bespielten kurz darauf zu dritt eine Toniefigur neu und futterten abends Pfannkuchen und Sushi.


Nachricht an T.
Seit Monaten nehme ich mir jetzt schon vor, T auf ihre sehr lange Nachricht zu antworten. Bereits im Dezember hatte ich mit einer Antwort begonnen, schaffte es aber nicht, diese zu vollenden. (Perfektionismus und so.) Diese Woche kam mir die rettende Idee: Ich antworte ihr in Etappen. Das funktionierte sehr gut und ich bin froh, dass sie nun endlich ein Lebenszeichen von mir erhalten hat. Beim nächsten Mal mache ich das gleich so.

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