Ls Songs.
L fand im vergangenen Jahr „ihre Stimme“ in einem der Sänger der Kinderband „Deine Freunde“. Wir hören seitdem sehr oft mehr oder weniger immer dasselbe Lied in Dauerschleife. Nun kamen allerdings noch weitere für sie schöne Stimmen hinzu. Da hätten wir einerseits die „schöne Jungsstimme“ von will.i.am. Der Song „Scream & Shout“ hat es ihr besonders angetan. L ist der Ansicht, dass hier Cat Noir, alias will.i.am, und Ladybug, alias Britney Spears, gemeinsam singen. 🙂 Eine „süße Stimme“ hat Cyndi Lauper. Wir hören seit ein paar Tagen auf der Fahrt zum Kindergarten seeehr oft „Girls Just Want to Have Fun“. Oder anders gesagt: Ist dieser Song das dritte Mal vorbei, sind wir beim Kindergarten angekommen.
Unentspannte Mama.
Irgendwann im Dezember stellte ich fest, dass ich unglaublich unentspannt bin. Ich kam schnell zu dem Schluss, derzeit nicht hundertprozentig mit mir im Reinen zu sein. Und das scheint auch L zu spüren. Bzw. glaube ich, dass ich es sie (unabsichtlich) spüren lasse. Unsere Beziehung war in den letzten Wochen sehr angespannt. L regte mich sehr oft auf. Ich kam überhaupt nicht klar auf ihre (Schrei-)Anfälle und die Tatsache, dass sie einfach nicht auf mich hörte. Dieses Verhalten wechselte schließlich schlagartig zu einer starken Anhänglichkeit. Seit knapp zwei Wochen klebt L förmlich an mir. Ich kann kaum einen Schritt gehen, ohne sie dabei zu haben. Auch das ist schon wieder entspannter geworden. Ich gebe mir derzeit große Mühe, ihr die Nähe, die sie aktuell scheinbar von mir braucht, auch zu geben. Ich glaube, ich hatte sie unbewusst ein wenig auf Abstand gehalten und vielleicht sogar hin und wieder vor den Kopf gestoßen.
Notbremse.
Dass aktuell etwas schiefläuft, merkte ich bereits letzte Woche in Ansätzen. Als ich mich allerdings am Montag so erschöpft und müde wie schon lange nicht mehr fühlte, beschloss ich, sofort auf die Bremse zu treten. Denn so geht das nicht. Und schon gar nicht in der zweiten Woche des neuen Jahres. Eine meiner Gewohnheiten, die ich im Terminkalender „Ein guter Plan“ festgehalten habe und noch mehr in meinen Alltag integrieren will, ist Entschleunigung. Im Konkreten wird das nun so aussehen, dass ich wieder vermehrt nach dem Lustprinzip handle. Ich erledige also vorrangig Aufgaben, auf die ich wirklich Lust habe – und das sowohl beruflich als auch privat. Ich will auch von dem „ich muss jetzt aber“ wegkommen. Denn ich muss grundsätzlich gar nichts.
Was in den letzten Tagen schön war:
Ordnung & Sauberkeit.
Ich freue mich sehr, dass die Weihnachtsdekoration wieder im Keller verstaut ist. Wir haben nun wieder wesentlich mehr Platz in der Wohnung. Am Dienstag machten L und ich gemeinsam das Bad sauber. Das war auch bitternötig. Bei den restlichen Räumen half uns der liebe Miro (Staubsaugerroboter), ohne den unser Leben wirklich um einiges trauriger wäre. Ich glaube, so schmutzig war unsere Wohnung schon lange nicht mehr. Jetzt ist aber alles wieder schick. 🙂

Teamfrühstück.
Auch wenn es immer noch gewöhnungsbedürftig ist, sich einmal im Monat bei laufender Kamera gegenseitig die Ohren mit seinem Frühstück vollzuschmatzen und über lustige/merkwürdige Dinge zu sprechen, war auch das gestrige erste Teamfrühstück im neuen Jahr wieder sehr cool. Ich freue mich aber schon sehr darauf, wenn wir alle eines schönen Tages wieder gemeinsam im Büro an einem langen Tisch sitzen und normal miteinander sprechen können.

Vereinbarung von Terminen.
Ich hasse es, Arzttermine zu vereinbaren. Ich mag es einfach nicht, mehrmals in der Praxis anrufen bzw. überhaupt mit Menschen telefonieren zu müssen. So passiert es mir sehr oft, dass mich Ärzte ewig nicht sehen. Und mit ewig meine ich tatsächlich Jahre. Einzig meine Zahnärztin bekam mich letztes Jahr mehrfach zu Gesicht – überwiegend in Ms Begleitung. Da ich nun allerdings die Ausreden „Keine Zeit, weil es M nicht gutgeht, oder keine Betreuung für Prinzi“ nicht mehr bringen kann, rief ich über die letzten Tage verteilt bei diversen Ärzten an. Ich reservierte mir sogar einen Termin für einen Sehtest beim Optiker. Im Nachhinein fühlt sich das schon sehr gut an.
Selbstzahler.
Als ich für Ls nächste U-Untersuchung einen Termin in der Kinderarztpraxis vereinbarte, teilte ich gleich am Telefon mit, das weder L noch ich privatversichert sind und ich gern die ärztlichen Leistungen in Zukunft selbst zahlen möchte. (Die Kinderärztin behandelt ausschließlich Privatversicherte.) Dies ist problemlos möglich. Darüber freue ich mich wirklich sehr, denn die Kinderärztin ist sehr gut. Es wäre für L und mich schlimm gewesen, uns nach jemand anderem umsehen zu müssen.
