Der Dienstag in dieser Woche war besonders traurig. M ist nun seit achtzehn Wochen nicht mehr bei uns, Prinzi ebenfalls schon wieder vier. Doch an diesem 10. November wäre M siebenunddreißig Jahre alt geworden. Ich hatte mir den Tag absichtlich komplett mit To Dos vollgepackt. Das half mir, nicht allzu viel über was auch immer nachzudenken und den Tag gut zu überstehen. Es klappte!
Was in den letzten fünf Tagen schön war:
Freundschaft.
Ich bin sehr sehr dankbar. Ich habe Kontakt zu vielen lieben Menschen, die mir bewusst und unbewusst durch meine Trauer helfen. Sei es J aus Dresden, mit der ich einmal wöchentlich telefoniere, sei es meine Grundschul-/Orchesterfreundin J, die mich am Dienstag sogar auf den Friedhof begleitet hätte, seien es Ms/meine Freunde, die mich immer wieder nach unserem Befinden fragen … die Aufzählung könnte ich ewig fortführen.
Noch vor Jahren war ich der Meinung, keine Freundschaften, sondern lediglich Bekanntschaften zu haben. Irgendwann hörte ich damit auf, solche strengen/merkwürdigen Gedanken zu hegen. Und das war auch gut so. Seither bemühe ich mich, den Kontakt bei denjenigen zu intensivieren, die mir etwas bedeuten (und das sind so einige.) Sicherlich gelingt mir das mal mehr, mal weniger gut, aber dennoch weiß ich mittlerweile, dass ich die besten Freunde auf der ganzen Welt habe. ❤
Sport.
Ich war sehr fleißig und bin auch stolz darauf. Mein gesetztes Ziel, einmal pro Woche laufen zu gehen und dreimal wöchentlich Krafttraining zu machen, habe ich erreicht.
Laternenumzug.
Martini durfte wegen der Pandemie nicht gefeiert werden und wurde abgesagt. Meine Eltern brachten bei ihrem Besuch am Mittwoch dennoch Martinshörnchen mit. Nach dem Verzehr machten wir uns zu viert mit drei Laternen auf den Weg in den dunklen Park und erfreuten uns an den Lichtern.
World Usability Day.
Ich will in Zukunft über alles, was für die Arbeit relevant ist, informiert sein. Meine Kolleginnen S und M haben Erfahrungen im Bereich Usability, weshalb ich am Donnerstag Nachmittag dem World Usability Day beiwohnte – natürlich remote. Die Vorträge waren sehr interessant/informativ und ich gewann einen ersten Eindruck/kleinen Überblick.
Spielplatz.
Die Resthelligkeit am heutigen Nachmittag nutzten L und ich, um direkt nach dem Kindergarten den Kikaninchen-Spielplatz zu besuchen. L durfte mit ihrem Roller fahren. Auf dem Spielplatz traf L eine Freundin aus der Nachbargruppe ihres Kindergartens. Die beiden Mädchen spielten mit mir verstecken.


