Vor mittlerweile sieben Wochen starb M. Irgendwie plötzlich und völlig unerwartet und irgendwie auch nicht. Nach dem heutigen Tag bräuchte ich M mehr denn je. Mir fehlen unsere Gespräche, unser Austausch, seine Weitsicht, seine Ratschläge, sein kühler Kopf – einfach alles! Mir fehlt mein bester Freund. Generell hätte ich heute dringend (s)eine Schulter zum Anlehnen gebrauchen können.
Die Sache mit der Spreu und dem Weizen …
… haute mich am Ende des Tages doch aus den Socken. Sechs Kollegen teilten uns heute mit, den neuen beruflichen Weg mit meinem Kollegen/Freund M und mir nicht mitzugehen. Ich könnte mit den Entscheidungen vermutlich besser umgehen, würden nicht alle ab September bei der Muttergesellschaft arbeiten. Das ist so skurril, dass ich darüber nur lachen kann.
Was heute schön war:
Erinnerung.
Direkt nach dem Aufwachen entdeckte L die Fotos auf meiner Apple Watch. Und obwohl die meisten Bilder schon zwei Jahre alt sind, schwelgte sie in Erinnerungen an ihren Papa. Sie wusste noch so manches von unserem Ausflug zum Possen oder lachte über die Doppelselfies von M und sich. ❤
Orchesterprobe.
Ich hatte lange überlegt, ob ich nach diesem Arbeitstag wirklich noch zur Probe gehen will. Da L wie jeden Dienstag bei Ms Mama übernachtete, C sich gemeinsam mit A um Prinz kümmerte und ich noch irgendetwas Positives erleben wollte, fuhr ich ins Rieth. Das war eine gute Entscheidung, denn wir spielten heute sehr viele mir unbekannte Stücke.
Als ich kurz nach 21:00 Uhr wieder zu Hause war, setzte ich mich bei/mit unseren Vermietern in deren Wohnzimmer und betrank mich. Läuft bei mir!
