Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 47

Alltagsschnipsel

Heute war ich bereits halb sieben wach. Das war ganz schön früh. Neun Stunden hatte ich allerdings tief und fest geschlafen. Das reichte meinem Körper wohl aus. L schlief bis kurz nach acht Uhr. Ich nutzte die Zeit, um den gestrigen und vorgestrigen Blogeintrag fertigzustellen und ein paar Minuten meiner Serie zu schauen.

Ich habe nun eine (rationale) Erklärung für das Zustandekommen des Geruchs, den ich mit Ms Tod in Verbindung bringe, gefunden: Es muss eine Mischung aus Desinfektionsmittel, durch Adrenalin/Aufregung freigegebener Schweiß und schlechte Durchblutung (kalte Hände/Nase) sein. Denn genau diese drei Dinge begleiteten mich in den letzten Wochen hin und wieder. Und wenn es diese Mischung doch nicht sein sollte, speichert das menschliche Gehirn tausende von Gerüchen ab und kann diese bei Bedarf einfach so „hervorkramen“/abrufen.

Obwohl ich überhaupt so gar keine Lust hatte, setzte ich mich am Nachmittag eine Stunde vor das MacBook und antwortete auf die Fragen des Familiengerichts hinsichtlich Ls Erbausschlagung. Prinz, L und ich warfen den fertigen Brief wenig später sogar noch in den Briefkasten. Nun fehlen „nur“ noch die von mir auszufüllenden Fragebögen für die Deutsche Rentenversicherung.

Was heute schön war:

Rumtrödeln.
Den Morgen/Vormittag begannen wir sehr entspannt. Wir spielten erst in Ls Kinderzimmer, aßen dann eine Kleinigkeit zum Frühstück, hingen im Garten die Wäsche auf, quatschten mit den Nachbarn, zogen uns anschließend endlich die Schlafsachen aus und die Alltagskleidung an, pflückten Brombeeren und quatschten nochmals mit den Nachbarn, die L eine Schüssel Himbeeren aus ihrem Garten schenkten. ❤


Waldhaus.
Am späten Vormittag fuhr ich mit Prinz und L zum Waldhaus. Wir wollten meinen Eltern entgegenlaufen und machten uns direkt nach dem Parken auf in den Wald. Als wir bei der Fuchsfarm ankamen, schrieb meine Mama, dass sie nun beim Waldhaus sind. Tja … wir waren achthundert Meter von diesem entfernt. Also liefen wir wieder zurück. Prinz lief sehr zügig und gut. (Ich glaube, die Cortison-Tabletten gegen seine Arthrose-Schmerzen zeigen allmählich Wirkung.) Kurz nach unserem Eintreffen wurden die Pizzen fertig. L aß unsere gemeinsame Pilzpizza nahezu alleine. Ich bekam lediglich den offenbar unliebsamen Rand. Ansonsten war L während der Dauer unseres Aufenthalts auf dem Spielplatz verschwunden. Meine Mama wurde von ihr oft gerufen und durfte kaum mit bei uns am Tisch sitzen. 😉 


Lego.
Den Abend nutzte ich, um am Lego Technic-Fahrzeug weiterzubauen. Die Einzelteile im Karton werden allmählich weniger. Aber ich werde trotzdem noch eine Weile zu tun haben, ehe ich fertig bin.

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