Sechs Wochen oder eben zweiundvierzig Tage ist M nun schon nicht mehr bei uns. In den vergangenen Tagen fiel mir der Verlust leichter, denn ich war rund um die Uhr beschäftigt. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit, großartig traurig zu sein.
Während andere ihr (gemeinsames) Leben in gute und schlechte Zeiten einteilen, hatten sich bei M und mir lediglich gute und sehr gute Zeiten etabliert. Ms Diagnose und der damit verbundene Krankheitsverlauf zählten bei uns somit zu den „guten Zeiten“. Unsere Hoffnung galt immer einer Wundertherapie, um schnellstmöglich wieder eine sehr gute Zeit miteinander zu haben.
Auch die seit acht oder neun Wochen andauernde heikle/verfahrene/ungewisse berufliche Situation betrachte ich – optimistisch wie ich bin – als gute Zeit. Denn ich weiß, ich arbeite aktiv daran, dass meine berufliche Zukunft wieder zu einer sehr guten Zeit wird.
Eine ruhige Nacht ohne Störungen liegt hinter mir. L schlief durch, Prinz schlief durch. ❤
Morgen ist der letzte Tag, an dem ich zum Quartalsende kündigen könnte. Ich glaube, das mache ich auch …
Was heute schön war:
Planung.
Ich bin voller Energie, Tatendrang und Ideen. Das muss alles dringend raus, sonst platze ich. Und ich habe beschlossen, nicht mehr auf was auch immer zu warten. Mein Kollege/Freund J ist zum Glück ähnlicher Ansicht wie ich. So kam es, dass wir heute (während der Arbeitszeit) begannen, uns allerlei Gedanken zur neuen beruflichen Zukunft zu machen. Das war super. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit.
Sushi.
Mittags bestellte ich (mal wieder) Sushi für mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Personen. Natürlich war alles nur für mich. 😉 So konnte ich auch am Abend nach der Probe noch eine Portion Sushi genießen.
Orchesterprobe.
Dienstag ist Oma-Tag für L. Seit einigen Wochen sogar mit Übernachtung. Somit habe ich einmal wöchentlich Zeit für (Prinz und) mich. Nach vier Jahren und neun Monaten nahm ich heute Abend erstmals wieder an einer Orchesterprobe teil. Lustigerweise spielten wir zwei Stücke, die ich schon mal gespielt hatte. Das machte es für mich leichter. Es war ein wunderbares Gefühl, wieder Saxophon zu spielen. Prinz war in der Zeit meiner Abwesenheit oben bei unseren Vermietern. Vielen lieben Dank dafür! ❤

