Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 41

Alltagsschnipsel

Der gestrige Abend endete sehr merkwürdig. Zum einen schämte ich mich wegen unseres Unrats, den andere für mich sortiert hatten. Zum anderen endete das L-Duschen mit vielen Tränen, da sie starke Schmerzen im Intimbereich (?) zu haben schien. Ich dachte zuerst an eine Blasenentzündung. Allerdings war sie wenige Minuten vor dem Duschen auf der Toilette und hatte nichts dergleichen geäußert. (Jeder, der schon mal eine Blasenentzündung hatte, weiß, wie unglaublich schmerzhaft so etwas ist.) Da sie (glaubhaft) viel und laut weinte, zog ich bereits den Gang in die Notaufnahme in Erwägung. Wir kuschelten uns gegen 21:00 Uhr ins Bett und ich las eine Gutenachtgeschichte vor. Nur etwa zehn Minuten, nachdem ich das Licht ausmachte, schlief L. (So etwas kommt vielleicht fünfmal im Jahr vor.) Heute Morgen war von den gestrigen Schmerzen keine Rede mehr. Ich hoffe, dass L gestern Abend einfach nur übermüdet war.

Gerade als ich gegen 22:00 Uhr das Handy zur Seite gelegt und mein Kissen zurechtgerückt hatte, stand Prinz, der bis dato im Flur schlief, auf und tippelte (mal wieder) unruhig durch die Wohnung. Ich stand zweimal für ihn auf und ließ ihn hinaus in den Garten. Irgendwann halb eins am Morgen war endlich Ruhe und wir konnten alle ungestört schlafen.

Was heute schön war:

Kindergarten.
Ich bin sehr stolz auf L. Heute ging sie ohne Tränen mit ihrer Erzieherin C in den Gruppenraum. Ich bin derzeit sehr dankbar für diese Art der Normalität. Als ich nach Hause kam, hatte Prinz zwar sein Fressen nebst Cortisontablette aufgefuttert, jedoch lagen auch zwei Kothaufen in der Wohnung verteilt. (Die einzige Alternative: Ich nehme Prinz morgens im Auto mit zum Kindergarten und wieder zurück nach Hause und habe die Kothaufen in der Autobox.)

Spaziergang.
Nachdem wir am Nachmittag eine Weile im Kinderzimmer spielten (und begannen, Lego Technic aufzubauen), gingen L, Prinz und ich noch mal an die frische Luft. L hatte zunächst überhaupt keine Lust. Sie durfte aber ihr Puky mitnehmen und fuhr mehrmals voller Freude einen kleinen Hang hinab. Trotz des Regens hatten wir drei richtig viel Spaß im Park. Der Spaziergang tat uns allen gut.


Telefonat mit meinem Bruder.
Pünktlich um neunzehn Uhr rief mein Bruder an. Er berichtete einiges von seinem Workshop und seinem kleinen Österreich-Urlaub, aber auch von seinem Geschäftspartner, dem es seit Monaten schon nicht gut zu gehen scheint. Während des knapp anderthalbstündigen Telefonats baute ich weiter das Lego Technic-Fahrzeug auf.

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