Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 39

Alltagsschnipsel

Gestern Abend vor dem Einschlafen steigerte sich L in eine (kleine) Mücken-Hysterie herein. (Die Mücken haben nun also die Wespen abgelöst.) Irgendwann schlief sie glücklicherweise ein. In der Nacht erwachte sie und fing erneut an, wegen möglicher Mücken im Schlafzimmer zu jammern. Nach ein paar Minuten beruhigte sie sich wieder und wir konnten unsere Nachtruhe fortsetzen.
Wenn ich unsere Nächte grob überschlage, sind mindestens fünf von sieben Nächte pro Woche verkorkst/wenig erholsam/nervig. Entweder ist Prinz der Auslöser dafür oder eben L. Das ist unschön und darf sich in Zukunft bitte gern ändern.

Wenn deine Wohnung tagsüber nach Urin riecht …
… bist du vermutlich selbst daran Schuld. Halb acht am Morgen lief Prinz unruhig in der Wohnung umher. Da ich einfach nicht dazulerne, ignorierte ich seine Unruhe. Als seine Schritte plätschernd klangen, ahnte ich nichts Gutes und stand auf. Der komplette Flur und später auch ein Teil des Wohnzimmers waren mit Urin versehen. Obwohl ich diesen mit Küchenrolle beseitigte und mehrmals mit dem Swiffer den Boden wischte, bekam ich den penetranten Geruch nach Urin viele Stunden nicht aus der Wohnung. Immerhin hinterließ Prinz sein großes Geschäft im Garten und ich sammelte die Haufen im strömenden Regen ein. Gern hätte ich mich danach zurück zu L ins Bett gelegt und noch ein wenig in meinem Buch gelesen. Aber wie das Leben so spielt, war sie natürlich bereits munter.

Was heute schön war:

Gesellschaftsspiele.
Am Vormittag spielten L, T und J Wackelturm. (T, J und R sind bis zu ihrem morgigen Rückflug nach Dublin bei uns in Erfurt. <3) Kurz darauf spielten wir gemeinsam mit unserer Vermieterin C eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ und nutzten einen von A selbstgebauten Würfel. (Ich belegte Platz vier.) Nach etwa zehn Minuten hatte L keine Lust mehr mitzuspielen und ließ ihren Unmut so lange an uns aus, bis sich unser Vermieter A erbarmte und sie ein wenig beschäftigte.
Nachmittags kramten wir das „Spiel des Lebens“ hervor. Diesmal hielt L über eine Stunde durch. Ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß dieses Spiel macht. (Vermutlich lag es daran, dass ich am Ende gewann.) T hatte ziemlich viel Pech und nur wenig Freude am Spiel. Es kullerten sogar ein paar (Frustrations-)Tränen.


Kuchen.
C buk (vermutlich gestern) zwei super leckere Kuchen: einen mit Erdbeeren, einen mit Pflaumen. Und da am Nachmittag die Sonne den Starkregen ablöste, machten wir es uns im Garten bei Kaffee und Kuchen gemütlich.

Grillabend.
Leider wurde das Lichterfest auf der EGA abgesagt. Wir ließen uns die Stimmung dennoch nicht vermiesen und schmissen am Abend den Grill an. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns. L aß sehr viel und schaute mutig und ohne Panik den Wespen dabei zu, wie sie sich Stück für Stück Fleisch vom Tisch stibitzten.

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