Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 34

Alltagsschnipsel

Kurz vor dem Weckerklingeln wachte ich auf. Ich erinnerte mich daran, gut geschlafen zu haben und nur einmal von Ls Weinen, weil sich ein bestimmtes Kuscheltier nicht mit im Bett befand, geweckt worden zu sein. Dieses Kuscheltier hatte ich nachts jedenfalls noch aus ihrem Kinderzimmer geholt (und dabei eine kleine Schimpftirade vom Stapel gelassen.) Im Nachhinein tut mir L deswegen sehr leid. Ich muss wirklich versuchen, in Zukunft entspannter mit nächtlichen Störungen umzugehen. Wenn es nur so einfach wäre …

Etwa eine Viertelstunde später tapste ich ins Bad, putze Zähne und zog mich an. L kam zwischenzeitlich dazu. Prinz schlief weiter. Wir aßen gemeinsam eine Kleinigkeit zum Frühstück, machten L für den ersten Kindergartentag nach der Schließzeit fertig, gingen kurz mit Prinz spazieren und fuhren los.

Um neun hatte ich meinen ersten Termin mit dem zweiten/einzigen Geschäftsführer. Dieser fand vor Ort bei der Muttergesellschaft statt. Als ich ankam, donnerte es in der Ferne. Das Wetter passte super zu meiner Stimmung. 😉 Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, weshalb ich unbedingt in die Räumlichkeiten der Muttergesellschaft fahren sollte. ME quartierte mich in einen Extraraum ein und sprach in den folgenden zweieinhalb Stunden etwa zehn Minuten mit mir. Das war ein sinnloser Start in den ersten Arbeitstag. Einzig positiv war die Information, dass in Kürze unser Insolvenzausfallgeld gezahlt wird.

Was heute schön war:

Kindergarten.
Aufgrund der zahlreichen Baustellen in Erfurt fuhren L und ich heute einen anderen Weg zum Kindergarten. Wir standen nicht einmal im Stau. Ich war positiv überrascht. (Danke an unseren Vermieter A für den Tipp!)Vom Aufwachen bis zum Losfahren war L sehr traurig darüber, wieder in den Kindergarten gehen zu müssen. Es kullerte auch das ein oder andere Tränchen. Als jedoch ihre Erzieherin S die Tür öffnete und ich zudem ein wichtiges Anliegen für L klärte, ging diese freudig mit in den Gruppenraum. Ich freute mich sehr über diesen unkomplizierten Start. ❤

Telefonat mit meinem Bruder.
Da mein Bruder ab morgen für den Rest der Woche unterwegs ist, rief er am späten Nachmittag spontan an. Im September will er wieder zu Besuch kommen.

Telefonat mit J.
Pünktlich 19:00 Uhr telefonierten J (aus Dresden) und ich. Wir quatschten wieder einmal zwei Stunden. Auch J wird voraussichtlich erst im September nach Erfurt kommen.

Hinterlasse einen Kommentar