Mein Onkel O wurde gestern von der Intensivstation auf die Station Gefäßchirurgie verlegt. Er wird voraussichtlich noch den ganzen August im Helios Klinikum bleiben und weitere Operationen über sich ergehen lassen müssen. Nach diesem langen Krankenhausaufenthalt ist eine Reha geplant. Ich drücke ihm weiterhin fest die Daumen.
Am Nachmittag teilte unser zweiter und nunmehr einziger Geschäftsführer allen Mitarbeitern mit, dass er gestern einen Insolvenzantrag gestellt hat. Obwohl mich diese Information nicht sonderlich überraschte, stieg meine Wut oder vielmehr mein Hass auf die Muttergesellschaft weiter an. Die Muttergesellschaft kann sich auf die Schultern klopfen: Sie hat es geschafft, ein vormals gut laufendes/lukratives Einzelunternehmen binnen sechzehn Monaten in Insolvenz zu bringen. Sie gehen lieber diesen Weg, als L und mir die Anteile anzudienen. Ein Angebot meinerseits, die Anteile der Muttergesellschaft zurückzukaufen, lag vor. Ich glaube ganz ganz fest an ausgleichende Gerechtigkeit. Es rächt sich schließlich alles im Leben. Mit einer Gehaltszahlung brauche ich morgen erst mal nicht rechnen.
Was heute schön war:
Besuch.
Kurz nach dem Aufstehen kamen Ls Kindergartenfreund Y und seine Mama zu uns. Anfangs waren beide Kinder ein wenig schüchtern, doch das legte sich schnell. L führte Y zunächst in ihr Kinderzimmer, veranstaltete später mit ihm ein Wettrennen und zeigte ihm die Kniebombe im Planschbecken. Nach dem gemeinsamen Mittagessen (Nudeln mit viel zu scharfer Tomatensoße) machten wir uns auf den Weg zum Fluss. Dort sammelten und warfen beide Steine, während Ys Mama und ich uns weiter unterhielten und Prinzi seinen Mittagsschlaf fortsetzte. Fünfeinhalb Stunden später machten sich die beiden wieder auf den Heimweg. Das war ein schöner Tag. ❤





