Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 14

Alltagsschnipsel

Nun ist M schon zwei Wochen tot. Zur Ruhe gekommen bin ich jedoch noch nicht. Es ist einfach unglaublich viel zu tun – gerade im Hinblick auf das Erbe. Je mehr Tage vergehen, umso trauriger werde ich. Ich vermisse M so sehr!

Ich nutzte heute Morgen das Mehr an Motivation und übergab einen Teil meiner beruflichen Aufgaben dem zweiten und nunmehr einzigen Geschäftsführer. Das fühlte sich gut an. Eine große Last fiel sogleich von meinem Herzen.

Vielen Dank an alle, die L und mir einen Fernseher angeboten hatten. ❤ Unser „alter“ Fernseher steht jedoch noch bei Ms Mama, die wiederum ihren „alten“ auch noch nicht weggegeben hatte. Mein Schwippschwager brachte uns heute den „alten“ Fernseher zurück.

Was heute schön war:

Backstube.
Da die liebe S in den vergangenen Tagen unseren super ranzigen alten Backofen säuberte und er nun in neuem Glanze erstrahlt, hielt ich mein Versprechen L gegenüber und buk mit ihr heute (vegane) Plätzchen. Statt Zucker probierten wir erstmals Zuckerrübensirup aus. Abgesehen davon, dass wir nach der Backzeit riesige Plätzchen aus dem Ofen holten, schmeckten die ersten Kostproben sehr gut.


Telefonat mit J.
Ich hatte im Laufe des Tages schon nicht mehr daran geglaubt, aber J (aus Dresden) und ich konnten ab 17:30 Uhr für eine Dreiviertelstunde telefonieren. Sie war gerade auf dem Weg zu ihrer Prüfung. Gegen 21:30 Uhr wird sich J heute noch auf den Weg nach Erfurt machen, um morgen bei Ms Beisetzung dabei sein zu können.

Besuch.
Am Nachmittag trudelte mein Bruder mit dem Zug in Erfurt ein. Er kam L und mich am Abend besuchen. Die drei Kinder waren sofort Feuer und Flamme und „baten“ (zwangen) ihn, mit ihnen Monsterjagd (Fangen) zu spielen.

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