Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 6

Alltagsschnipsel

L und ich schliefen die erste Nacht auf neuen Matratzen in unserem Bett in unserem Schlafzimmer. Während L schnell einschlief (es war auch bereits nach 23:00 Uhr), kam ich ewig nicht zur Ruhe. Ich dachte viel an M und ließ seine letzten Lebensminuten Revue passieren. Er tut mir so unendlich leid, auch wenn es ihm jetzt vermutlich besser geht. Ich hätte ihm seine Teilnahme an der Studie, die ihm äußerst wichtig war, so sehr gewünscht. Es ist und bleibt ungerecht!

Am Nachmittag kam der Pfleger vom Gesundheitsdienst vorbei, um zahlreiche Kartons, die M nun nicht mehr benötigt, wieder mitzunehmen. Er wird morgen noch mal kommen müssen, da der Platz in seinem Auto nicht ausreichte. In unserem Arbeitszimmer, in dem wir die Kartons mehrere Monate lagerten, herrscht nun gähnende Leere …

Wie bereits in den letzten Tagen immer mal wieder erwähnt, gehe ich meiner Arbeit trotz Krankschreibung nach. Heute habe ich hauptsächlich am Protokoll der Gesellschafterversammlung gearbeitet. Obwohl ich lieber ein paar Tage einfach mal nichts tun würde, ist meine Wut gegenüber der Muttergesellschaft (m)ein Antrieb. Ich tue es für M, der sein Einzelunternehmen zu dem gemacht hat, was die GmbH heute ist. Und ich tue es für L und mich, um auch in naher Zukunft eine berufliche Perspektive und somit ein Einkommen zu haben.

Was heute schön war:

Daily.
Heute Morgen um 09:45 Uhr habe ich mich erstmals nach einer Woche wieder in unser Daily, das seit Monaten per Call stattfindet, mit eingeklinkt. Es war schön, die Stimmen meiner lieben Kollegen zu hören. ❤

L-Bespaßung.
L hat wieder den Großteil des Tages mit den beiden Jungs gespielt. Mein Dank gilt auch heute wieder R, der um die Mittagszeit mit allen drei Kindern zum Spielplatz ging und uns anderen damit den Rücken für die zahlreichen noch zu erledigenden Aufgaben freihielt.

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