Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 2

Alltagsschnipsel

Rücksichtslosigkeit.
Auch heute wurde die Richtigkeit meiner Entscheidung, eine weitere Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft abzulehnen, bestätigt. Es wird keine Rücksicht genommen – offensichtlich auch nicht bei einem Todesfall. Am Abend erhielt ich vom zweiten Geschäftsführer eine iMessage auf mein Privattelefon, ich möge doch eine dringende und äußerst wichtige E-Mail lesen. (Zur Erinnerung: M ist erst vor zweieinhalb Tagen gestorben und ich befinde mich in Trauer.) Die E-Mail las ich natürlich allein aus reiner Neugier. Wichtig war der Inhalt, keine Frage. Aber um einen Großteil hatte ich mich bereits heute gekümmert und zu allem anderen sage ich entschieden Nein. Ich werde keine meiner Aufgaben an die Muttergesellschaft „zu meiner Entlastung“ ab- und schon gar nicht die Login-Daten verschiedener Tools weitergeben.

Was heute schön war:

Telefonat mit B.
Am Vormittag rief mich mein Grundschul-/Orchesterfreund B an, den ich ebenso wie J bereits seit sechsundzwanzig Jahren kenne. Er wird morgen zu Besuch kommen. Ich habe mich wirklich sehr über den Anruf gefreut.

Besuch.
Mittags besuchte mich B, die für ein paar Tage in Erfurt ist. Sie brachte L, die sich bereits mit R, T und J auf dem Weg zum Spielplatz befand, ein Conni-Heft und einen Schildkröten-Schlüsselanhänger mit. ❤ Wir unterhielten uns zunächst bei uns im Garten und machten uns später mit einem demotivierten Prinz ebenfalls auf in Richtung Spielplatz.

Telefonat mit meinem Bruder.
Am späten Nachmittag telefonierte ich nochmals für eine Stunde mit meinem Bruder. Die Zeit verging wieder echt schnell.

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