Tagebuch – Alltag in der Corona-Zeit – Tag 113

Alltagsschnipsel

Kinder geben so viel zurück … 
… oder wie das heißt, wenn sie gelegentlich kleine undankbare Wesen sind. 😉 Unter Ignoranz meines Hungergefühls und eine Dreiviertelstunde vor meinem ersten beruflichen Call baute ich L die Autorennbahn auf, mit der sie UNBEDINGT spielen wollte. (Ich wollte zuerst Frühstück machen und mich anziehen.) Das tat sie dann auch – etwa fünf Minuten, dann verlor sie die Lust. Ach ja …


Verordnung.
So ein Heckmeck. Der Pflegedienst kümmerte sich seit Ms Entlassung aus dem Krankenhaus um die Wundreinigung seiner zwei Wunden nebst Verbandswechsel. Eine ärztliche Verordnung hierfür lag bis heute immer noch nicht vor, weshalb der Pflegedienst (richtigerweise) mitteilte, dass morgen kein Pfleger geschickt werde. Es fühlte sich einfach kein Arzt verantwortlich, diese Wundversorgungsverordnung auszustellen. Nach langem Hin und Her und zahlreichen Telefonaten mit dem Gesundheitsdienst, dem Pflegedienst und dem Helios Klinikum lag am Mittag endlich besagte Verordnung vor. Leider hatte ich mich dem Ansprechpartner vom Gesundheitsdienst gegenüber unfair verhalten und meinen Ärger über die Situation an ihm ausgelassen. (Ich hatte mich mehrmals während des Gesprächs dafür entschuldigt.) Vielleicht sollte ich in Zukunft gar nicht mehr ans Telefon gehen – erst vergraule ich unsere Kunden, dann lasse ich meine Wut an den Falschen aus. Das ist keine gute Entwicklung. Morgen ist zum Glück Wochenende, da dürfte das Telefon stillstehen.

Eckdaten M.
geschlafen: gut und ausreichend, aber nur auf der Couch ohne Wechsel zu uns ins Bett
gegessen: 700 kcal Nahrungsbeutel
getrunken: okaye Menge
bewegt: Schritte in der Wohnung 

M ließ von gestern Abend an einen zweiten Nahrungsbeutel bis heute Morgen 05:00 Uhr laufen – leider ohne Erfolg. Sobald er waagerecht liegt, läuft die Ernährung nicht in den Magen. Der Beutel war somit noch genauso voll wie gestern. Das hat uns beide sehr geärgert.
Aus diesem Grund hatte ich beschlossen, heute härter durchzugreifen. Ich nervte M den ganzen Tag über. Erfolg hatte ich wieder keinen, denn er trank zwar ausreichend, nahm aber wieder nur einen Ernährungsbeutel zu sich. Auf diese zwei Beutel werde ich jetzt trotzdem circa vier bis fünf Tage beharren, ehe wir auf drei erhöhen. An der ganzen Situation ist seine Fatigue nicht ganz unschuldig. 😦

Was heute schön war:

Ordnung und Sauberkeit.
Ich ließ die Arbeit heute größtenteils Arbeit sein und kümmerte mich stattdessen um unsere Wohnung, die das auch bitternötig hatte. L bot mir ihre Hilfe beim Putzen an, schnappte sich nacheinander um die zwanzig Allzwecktücher und säuberte Waschbecken, Tür, Badewannenrand etc. Sie erzählte mir, sie helfe mit, damit unsere Wohnung sauber ist, wenn ihre Freunde K und Y aus dem Kindergarten bei ihr übernachten. So süß! 

Einkauf.
Nach der Reinigung der Wohnung fuhr ich mit L zur Apotheke und holte für M ein Medikament ab, das gestern bestellt wurde. Anschließend gingen wir kurz ins Real und kauften wenige Dinge nach, die ich gestern vergessen hatte. (Wir brauchten unter anderem zwei Liter Öl für die „neue“ bei eBay gekaufte Fritteuse.)

Besuch.
Am späten Nachmittag bekamen L und ich Besuch von meiner Freundin und ehemaligen Kollegin A mitsamt Mann und Baby. ❤ Zu futtern gab es leckere Zimtschnecken. Sogar L flüsterte mir irgendwann ins Ohr, dass sie das Baby süß findet. (Sie erzählte mir von morgens an, dass sie keinen Besuch haben und auch nicht mit dem Baby spielen will. L war entgegen ihrer Ankündigung eine liebe Gastgeberin, ließ das Baby schaukeln und brachte ihr sogar Spielzeug.) Beim nächsten Treffen, dass hoffentlich nicht wieder erst in fünfzehn Monaten stattfindet, besuchen L und ich die drei bei ihnen zu Hause. 

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