Ms Krankenhaustag.
M schläft weiterhin gut. Heute Morgen fand wieder eine Arztvisite statt. Das Ergebnis der Blutkultur vom Donnerstag lag nun vor und ist negativ. (Das ist gut.) Die Probe vom Samstag steht allerdings noch aus. (Eine Auswertung kann bis zu fünf Tage dauern.) Bei den Untersuchungen/Tests bezüglich der Colitis ulcerosa wurde etwas gefunden. Morgen wird die Ärztin mit M sprechen und ihm Therapievorschläge machen. Vermutlich kann das meiste ambulant erfolgen. Heute oder morgen soll ein Gesamtpaket an Diagnosen/Ergebnissen fertig gemacht und zur Charité nach Berlin geschickt werden. Morgen früh wird noch eine Herzsonographie durchgeführt, um auszuschließen, ob es vom Keim im Portbereich eine Absiedelung gibt. Die Ärzte gehen allerdings nicht davon aus. Ist das Ergebnis negativ, kann M nach Hause.
M war heute (gezwungenermaßen) viel aktiver als die letzten Tage. Wir hatten regen (beruflichen) Austausch per iMessage oder Slack. Auch beim Krankenbesuch am Nachmittag machte er einen besseren Eindruck auf mich als gestern. Den am Vormittag gelieferten fahrbaren Toilettenstuhl wird M zum Glück (vorerst) nicht benötigen.

Arbeit.
Als wäre unser Privatleben nicht schon aufregend genug, haben M und ich auch beruflich viel um die Ohren. So auch heute. Während ich mich dem Rande der Verzweiflung näherte, behielt M einen kühlen Kopf und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, mich zu beruhigen und zahlreiche Optionen aufzuzeigen. Ich bewundere ihn wirklich sehr! Ich frage mich, wie er es schafft, sich neben seiner schweren Krankheit noch mit diesen unschönen Themen zu beschäftigen.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang.
Da L bei ihrer Oma übernachtete, konnte ich heute ausschlafen (ich war bereits 07:30 Uhr wach), denn ich musste nicht zum Kindergarten fahren. Nach der Körperhygiene ging ich mit Prinz spazieren. „Wir“ begutachteten unter anderem den „Fortschritt“ eines neuen EGA-Eingangs, der nächstes Jahr zur BUGA fertig sein soll.
Wichtige Aufgabe.
Der Arbeitstag war heute echt heftig! Hinzu kamen zahlreiche Unterbrechungen. Dennoch freue ich mich wie ein Schnitzel, dass ich eine seeeehr wichtige Aufgabe, die seit einem Vierteljahr liegt, beenden konnte. Darüber waren vermutlich um die fünf Firmen glücklich.
Krankenbesuch.
Nachdem ich L kurz nach 15:00 Uhr aus dem Kindergarten abholte, fuhren wir ein paar Kleinigkeiten (auch für M) einkaufen und anschließend zu ihm ins Krankenhaus. Wir gingen zu dritt kurz auf die MKG-Station, da M Blut abgenommen werden sollte, und danach auf den zum Helios Klinikum gehörenden Spielplatz. Es war ein schöner Besuch. Einziger Wermutstropfen: Mein armer Prinz war vier Stunden (!!!) alleine zu Hause. Das tut mir immer unglaublich leid. (Prinz leidet unter einer unglaublichen Verlust-/Trennungsangst. M und ich haben in den vergangenen Jahren wirklich alles versucht, ihm das Alleinsein so angenehm wie möglich zu machen, mussten aber kapitulieren. Bei Prinz ist vermutlich zu viel Negatives geschehen.)




