Tagebuch – Alltag in der Corona-Zeit – Tag 101

Alltagsschnipsel

Was für ein schöner Tag! L, Prinzi und ich haben viel erlebt und hatten von morgens bis abends großen Spaß!

Schulterblatt.
Tat mir bis vor Kurzem mein Nacken weh, meldete sich heute Morgen mein rechtes Schulterblatt. Vor zwei Jahren ließ ich mich deswegen schon von einem Orthopäden (mit einer vor Angst schreienden L auf dem Schoß) behandeln. Damals verschaffte mir nur eine Spritze Linderung. So schlimm wird es diesmal sicher nicht werden … Ich wünsche mir für morgen, dass ich beim Einatmen keinen stechenden Schmerz verspüre. M scheint nämlich die halbe Welt zu uns nach Hause eingeladen zu haben. Da wäre das doch sehr hinderlich.

Ms Gesundheitszustand.
Die Nacht war ruhig und M konnte etwas Schlaf finden. Einer morgigen Entlassung aus dem Krankenhaus stehe ich aber verhalten gegenüber. Ja, die Durchfälle sind seit Tagen vorbei, M konnte nun die dritte Nacht in Folge besser schlafen und auch die Nahrung bekommt ihm. Dennoch macht er einen schwachen Eindruck. Zum Vergleich: Beim letzten Krankenhausaufenthalt Ende Mai/Anfang Juni konnte M täglich (!) das Krankenhaus für einen Spaziergang verlassen. Das ist derzeit absolut undenkbar. Er verbringt 95 Prozent des Tages im Bett. Ich fände es gut, würde M noch eine halbe Woche länger zur Beobachtung im Helios Klinikum verbleiben. Er will es jedenfalls heute Abend oder morgen bei den Ärzten nochmal ansprechen. 

Was heute schön war:

Entspannter Morgen.
Noch bevor L erwachte, investierte ich etwas Zeit in meinen Fernlehrgang. Der kam leider in den letzten Tagen viel zu kurz. Die beiden Einsendeaufgaben werde ich im Juni wohl nicht mehr schaffen. Das macht aber nichts. Als L aufwachte, kuschelten wir uns aneinander und lasen das Märchen „Aschenputtel“. Weil wir abends fast nie dazu kommen, gingen L und ich direkt nach dem Aufstehen in die Badewanne. Auch heute frühstückten wir in aller Ruhe im Esszimmer und ohne fernzusehen. Nach dem Essen spazierten wir mit Prinz im Wohnviertel herum. Ls neue Puppe Mia durfte uns natürlich begleiten.

Waldhaus.
Mittags fuhren wir mit dem Familienauto, das seit Donnerstag mit neuem TÜV aus der Werkstatt zurück ist, in Richtung Waldhaus. Auf dem Weg dorthin hielten wir kurz beim Büro, um den Briefkasten zu leeren, und bei der Tankstelle. Dummerweise hatte ich meine Maske bzw. meinen Loop vergessen, weshalb ich mir kurzerhand eine Warnweste vor das Gesicht hielt, ehe ich die Tankstelle betrat. Wir waren gegen halb eins beim Waldhaus und liefen meinem Bruder und meinen Eltern entgegen. Dabei sahen wir eine Schnecke und eine Zauneidechse. Der Biergarten war unglaublich voll. So viele Menschen habe ich dort noch nie gesehen. Corona, wer oder was ist das?! Wir setzten uns an einen Tisch im Schatten in der Ecke. L und ich tranken eine Himbeerbrause und teilten uns eine Pizza Funghi.


Krankenbesuch.
Mein Bruder begleitete uns nach dem Waldhaus nach Hause. Er war (mal wieder) so lieb, auf Prinz aufzupassen, während L und ich M im Krankenhaus besuchten. Wir fuhren wieder das Familienauto, das mir erneut keinerlei Probleme bereitete. (Ich erwähne es deshalb so oft, weil es mir in der Vergangenheit beim Anfahren des Öfteren einfach ausging. Und wir reden hier von einer Automatikschaltung.) Die erste halbe Stunde unseres Besuchs verbrachte M auf der Toilette, die restliche Zeit wach im Bett. Ich packte die mitgebrachte Reisetasche voll und nahm einen ersten Schwung Kleidung und Kram mit nach Hause. Immerhin steht für morgen die Entlassung aus dem Krankenhaus im Raum …

Badespaß.
Erst am Abend waren wir vom Krankenbesuch zurück. Ich befüllte L das Planschbecken mit Wasser, denn es war immer noch sonnig und warm. L badete und planschte mit ihrer Puppe. Ich machte derweil endlich mal wieder Sport mit fünf verschiedenen Übungen.

Ein Gedanke zu “Tagebuch – Alltag in der Corona-Zeit – Tag 101

Hinterlasse einen Kommentar