Ms Gesundheitszustand.
Die erste Krankenhausnacht war sehr schlimm. M meinte, er hatte Durchfälle ohne Ende. Gegen ein Uhr morgens musste er die Ernährung stoppen. Erst drei Stunden später beruhigte sich alles ein wenig. Doch dann betrat ausgerechnet die Schwester sein Zimmer, die auch während seines letzten Aufenthalts schon so unfreundlich war. Sie fragte ihn entsetzt, was er hier denn mache und stellte ihm unter Ignorieren seiner Schilderungen das Essen wieder an. M wird sich vermutlich beschweren, es zumindest aber ansprechen.
Der Arzt, der am Vormittag nach M sah, leidet selbst unter Morbus Crohn, kann sich also gut in Ms Lage hineinversetzen. Oberste Priorität hat nun die Behandlung des Schubs der Colitis ulcerosa. Dennoch wird ab morgen geschaut, wie M Gewicht zulegen und wieder aufgebaut werden kann. Er hat auch nochmals versichert, dass nun alle Fachärzte zusammenarbeiten und eine Linie fahren werden.
Hochsicherheitstrakt.
Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu M ins Krankenhaus. Ich parkte wieder auf dem Parkplatz in der Nähe der Universitätssporthalle und lief die wenigen Meter zu Fuß. Ich betrat das Gebäude, in welchem M stationär untergebracht wurde, und erhielt vom Sicherheitsdienst den Hinweis, dass ich einen Besucherschein benötige. Der entsprechende Zettel sei bei der Pförtnerei direkt gegenüber erhältlich. Ich lief hinüber und wurde zum Haupthaus bzw. zur ehemaligen Cafeteria geschickt. Schon aus der Ferne erkannte ich die lange Warteschlange. Uff! Zum Glück ging es schnell voran. Ein kleiner Teil der Cafeteria wurde (provisorisch) zum Besucherzentrum umgebaut. Es dürfen sich maximal vier Personen gleichzeitig in diesem Bereich aufhalten. Nach dem Desinfizieren der Hände füllte ich einen Zettel aus, in dem ich angab, wen ich wo besuchen möchte, und versicherte, nicht an Corona erkrankt zu sein. Dieser Zettel muss bei jedem Besuch ausgefüllt werden. Sprich: Wenn ich M morgen wieder besuchen will, begebe ich mich zuerst in das Besucherzentrum. Interessant war für mich die Info, dass nur eine Person pro Tag zum Patienten auf die Station darf!

Was heute schön war:
Täglich grüßt das Murmeltier.
L ist im „Die Schöne und das Biest“-Fieber. Heute Morgen frühstückten wir gemeinsam auf der Couch und schauten das vierte Mal in drei Tagen den alten Disneyfilmklassiker. L mag die Haare des Prinzen nicht. Am liebsten wäre es ihr, würde das Biest für immer ein Biest bleiben und der Fluch nie gebrochen werden.
Krankenbesuch.
In den zweieinhalb Stunden meines Besuchs ist M hin und wieder eingeschlafen. Dennoch war es schön ihn zu sehen, auch wenn er recht schwach wirkte. Wir schauten eine Folge aus Staffel eins von der Serie „Die Dinos“. ❤ Ich brachte ihm wie gewünscht unsere alte Waage mit, die L und ich zuvor säuberten und mit neuen Batterien bestückten.

Falafel.
Auf dem Rückweg holte ich für Ms Mama, L und mich Abendessen. Ich ging zum Döner gegenüber dem Helios. Die Falafel war sehr lecker. Auch L lobte den Geschmack ihres Fladenbrotes. (Die mitgebrachten Pommes wurden verschmäht.)
Telefonat mit J.
Heute Abend telefonierte ich mit J aus Kassel. Ich freue mich, dass wir es alle paar Monate schaffen, uns auszutauschen und auf den aktuellen Stand zu bringen. Und was machte L während des Telefonats? Richtig: Sie schaute ein fünftes (und sechstes) Mal „Die Schöne und das Biest“. 😉

