Es ist so unglaublich viel zu tun für die Arbeit, doch mir fehlt einfach die Zeit. Viele Dinge regle ich zusätzlich noch für M, der es zwar gern selbst machen würde, es aus gesundheitlichen Gründen aber nicht kann. Ich fühle mich hilflos, stellenweise überfordert und irgendwie auch von der Muttergesellschaft alleine gelassen. Ich werde diese Woche die Arbeitszeit erhöhen. Sonst fliegt mir das alles irgendwann um die Ohren.
Unser kinderfreier Abend verlief gestern anders als erwartet. M hatte die geniale Idee, einen der neueren Star Wars-Filme zu sehen. Dazu kam es leider nicht, weil der neue Fernseher unbedingt noch aufgestellt werden musste und das unter gar keinen Umständen bis morgen Zeit hatte. Als wir fertig waren, war es bereits 23 Uhr. Echt schade!
Was heute schön war:
Badewannenzeit.
L und ich sind direkt nach dem Aufstehen in die Badewanne gegangen. L trug dabei ihre neuen Badeschuhe. Schon anderthalb Stunden später hätte ich sie erneut in die Badewanne packen können, da sie sich ein Gemisch aus Haferflocken und Milch ins Gesicht schmierte.
Intravenöse Ernährung.
Was habe ich den heutigen Tag herbeigesehnt. Ms und meine Zusammenarbeit am gestrigen Tag hat zum Glück insoweit geholfen, als dass ausreichend Flüssigkeit in seinen Körper gegeben wurde und überwiegend auch dort verblieb. In der onkologischen Arztpraxis wurde ab sofort/schnellstmöglich die intravenöse Ernährung verordnet. Ich habe dem Gesundheitsdienst Bescheid gegeben. Dieser regelt alles Notwendige mit dem Pflegedienst. Ich gehe davon aus, dass es heute Abend direkt losgeht. (Die Nahrung läuft circa zwölf Stunden und wird deshalb über Nacht verabreicht.) Die Immuntherapie und die Chemotherapie werden so lange verschoben, bis die Durchfälle aufhören und es M besser geht. Die Gefahr ist derzeit zu groß, Ms Darm zu zerstören oder ihn umzubringen. Der Wert der roten Blutkörperchen ist im Keller. M bekommt morgen eine Bluttransfusion.
Oma-Tag & -Nacht für L.
Während des Arztbesuchs war L bei Ms Mama. Die beiden hatten zunächst beschlossen, bis zum Abend Zeit miteinander zu verbringen und schickten mir eine Nachricht. (Geplant war nur eine oder zwei Stunden.) Wenig später entschieden sie sich erneut um: L will bei ihrer Oma übernachten. So hatten M und ich sehr viel mehr Zeit für ein paar Erledigungen. (Der neue 4k-Fernseher holt sich schließlich nicht von alleine ab. 😉)
Aufräumen & Wischen.
Die freie Zeit nutze ich zum Aufräumen. (Für was auch sonst?!) Das war so nötig und fühlte sich gut an. Jetzt ist in unserer Wohnung alles wieder ordentlich. Da sich der Pflegedienst für den Abend ankündigte, wischte ich noch in dem ein oder anderen (relevanten) Zimmer.
Telefonat mit J.
Montags ist Telefontag. Dieser ist mittlerweile zu einem sehr schönen Wochenbeginn für mich geworden. Heute quatschten J und ich etwas über zwei Stunden – ganz ohne (L-)Unterbrechungen.


