Tagebuch – Alltag in der Corona-Zeit – Tag 76

Alltagsschnipsel

Ms Gesundheitszustand.
Der Krankenhausaufenthalt und die dortige Ruhe tun M ausgesprochen gut. Das ist schön … irgendwie. Aber irgendwie fühlt es sich auch so an, als wäre die häusliche Umgebung und der ständige Kontakt mit L, Prinz und mir Gift für ihn. Diese Erkenntnis tat heute ein wenig weh. Laut den Ärzten hängt Ms Durchfall mit seiner Colitis zusammen und wir hätten lange auf eine Besserung warten können. Er bekommt nun die richtigen Medikamente verabreicht und wird intravenös mit Flüssigkeit UND Nahrung versorgt. 

Normalbetrieb.
Ls Erzieherin S rief vormittags an und teilte mit, dass ab Montag wieder Normalbetrieb im Kindergarten herrscht. Lediglich die Betreuungszeiten wurden minimal verkürzt. Ich habe dazu noch keine Meinung. Nachgewiesene Corona-Infizierte hat die Stadt Erfurt seit Wochen nicht mehr, thüringenweit liegen wir bei unter eintausend bestätigten Fällen. Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, L wieder in den Kindergarten zu schicken, wenn nicht die Tatsache bestünde, dass sich M niemals nie und unter keinen Umständen mit dem Virus infizieren darf.

Was heute schön war:

Altglas.
Mit Bollerwagen, einer Kiste voller Altglas und L und Prinz im Schlepptau machte ich mich heute auf den Weg zu den Altglascontainern. Das war längst überfällig. Prinz hatte Schwierigkeiten beim Laufen, sodass wir nur langsam vorwärts kamen. Aber das machte nichts. Ich bin stolz, dass wir diese Aktion meisterten.

Treffen mit M.
Am Nachmittag trafen L und ich uns mit M beim Spielplatz in der Nähe des Krankenhauses. Wir machten es uns im Halbschatten gemütlich. L wippte, fuhr Roller und rutschte. Ich war sogar eine Vorzeige-Mama und hatte ein kleines Picknick bestehend aus Wassermelone, Kuchen und Getränken vorbereitet.

Entspannter Prinz.
Von unserem Altglas-Spaziergang erschöpft, schlief Prinz. Ich beschloss daher, ihn am Nachmittag nicht mit zum Spielplatz mitzunehmen. Wir lassen Prinz nur ungern zu Hause, da ihn das Alleinsein stresst. L und ich konnten uns jedoch aus der Wohnung schleichen und fanden zweieinhalb Stunden später einen entspannten Prinz vor. Wenn es doch immer so sein könnte!

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